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Alingsås

Alingsås,
eine schwedische Kleinstadtidylle

Wer von Göteborg nach Stockholm auf der E20 unterwegs ist, kommt durch Alingsås in Västergötland. Die vierspurige Europastraße zerschneidet den Ort. Rechts und links der Straße sieht man alte Industriegebäude, die heute meist nur noch als Büros genutzt werden. Kein schöner Anblick, denkt man.

Wir sind hier im Laufe der Jahre zig-mal hindurchgefahren, ohne anzuhalten. Erst dann wurde uns bewusst, dass die Kleinstadt abseits der tristen E20 ein richtiges Idyll ist.

Lebendiger Stadtkern

Es gibt nicht mehr viele schwedische Kleinstädte mit lebendigem Stadtkern. Schweden hat — im Gegensatz zu Dänemark — eine Vielzahl von großen Einkaufszentren auf die grüne Wiese gestellt. Das ist den kleinen Geschäften in den Innenstädten nicht gut bekommen. Viele Läden haben schließen müssen. Geblieben ist schwedische Kleinstadt-Tristesse.

Alingsås ist eine angenehme Ausnahme. Das Zentrum um den beschaulichen Markt herum lädt zum Bummeln ein. Hier gibt es viele Fachgeschäfte. Man kann in Ruhe einkaufen.

Die "Café-Stadt" Alingsås

Bekannt ist Alingsås auch für eine Fülle von Cafés. Einige Cafés findet man in den gemütlichen Innenhöfen entlang der Kungsgatan (siehe unser letztes Bild unten auf dieser Seite).

Dass es so viele Cafés in Alingsås gibt, soll mit der Blütezeit der Textilindustrie zu tun haben. Damals, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, arbeiteten viele Frauen in den Industrien des Orts und hatten keine Zeit, Brot zu backen. So entstanden immer mehr Bäckereien, wo man statt dessen kaufen konnte, was man täglich an Brot brauchte. 

Alingsås
Hier werden Pflastersteine in der Fußgängerzone gelegt.

Alingsås

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