Der Winter war lang und verdammt kalt. Letztes Wochenende haben die armen Landsleute oben in Lappland noch minus 40 Grad gehabt. Hier unten in Göteborg gab es schon die ersten Frühlingsboten.
In den Modegeschäften der Göteborger Innenstadt sah man plötzlich viel gelb, orange, rosa, lila, smaragdgrün und korallenrot. Irgendwie erinnert mich das an die Siebziger.
Ich frage mich nur, wie diese formidable modische Kehrtwende zu all den Piercings und Tätowierungen passt, die sich die Schweden in den letzten Jahren angetan haben. Die Piercings kann man ja noch ablegen. Was aber geschieht mit den Tattoos? Eine ganze Branche an Hautärzten und Schönheitschirurgen wird sich die Hände reiben.
Da waren die Punks schlauer. Ihre Sicherheitsnadeln konnten sie abmachen. Der farbige Haarschnitt war auch im Nu geändert. Und die schwarzen Klamotten konnten sie einfach ausziehen.
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Die Abbildung entstammt dem Bildband:
KW Gullers: “So ist Schweden”. Text: Torsten Ehrenmark. Fotos auf 92 Seiten
(teils farbig, teils ganz- oder auch doppelseitig). Textteil auf getöntem Papier. Gullersproduktion AB/Almqvist & Wiksell, Stockholm, Schweden. 108 Seiten. Großformat 33,5 cm x 25 cm. Erscheinungsjahr 1972.
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Die Frühlingsmode von 1971 erinnert mich irgendwie an meine Geschirrspülhandtücher.