Neue Stena Scandinavica verspätet – sie soll nun Ende April kommen

by Walther on 2011-02-11

Die neue Stena Germanica beim Probeanlauf in Kiel am 13. April

Die neue Stena Germanica beim Probeanlauf in Kiel am 13. April - die römische "IV" hinter dem Namen ist nur aufgeklebt und wird verschwinden, sobald die alte Stena Scandinavica umgetauft ist (Bild: Stena Line)

Die neue Stena Scandinavica sollte eigentlich Ende Januar ihren Dienst auf der Route Kiel – Göteborg aufnehmen. Wie die Stena Line soeben mitteilt, soll die neue Superfähre nun Ende April kommen.

Warum es zu einer Verzögerung von drei Monaten gekommen ist, verrät Stena Line nicht. Wir mutmaßen, dass es beim Umbau in letzter Minute noch einige konzeptionelle Änderungen gegeben hat. Sie könnten eine Folge erster Erfahrungen mit dem Umbau des Schwesterschiffs Stena Germanica sein. Ob dem wirklich so ist, werden wir hier berichten, sobald wir das erste Mal mit der neuen Stena Scandinavica gefahren sind.

Update 2011-03-26:
Brand bei Umbauarbeiten

Eine Mitarbeiterin der Stena Line in Göteborg hat mir erklärt, warum die neue Stena Scandinavica verspätet in Dienst gestellt wird: Bei den Umbauarbeiten auf einer polnischen Werft soll es auf dem Schiff gebrannt haben. Das Feuer habe eine Sektion recht umfassend beschädigt, so dass das Schiff wieder zurück ins Trockendock musste – und da sei wohl gerade keine Kapazität frei gewesen. Den Brand sollen Schweißarbeiten ausgelöst haben.

Änderungen am Konzept soll es nicht gegeben haben. Dennoch wird die Scandinavica anders als die Germanica aussehen. Das aber hat bauliche Gründe. So wird die Scandinavica zwei Decks im Restaurant- und Shopping-Bereich haben.

Die Stena Line hofft, das neue Schiff nun vor Ostern in Betrieb nehmen zu können. Ich hörte auch ein konkretes Datum: 19. April – aber das ist nicht bestätigt.

Update 2011-04-13:
Die neue Stena Scandinavica erstmals in Kiel und Göteborg

Die Stena Line teilt mit, dass die neue Stena Scandinavica auf einer Testfahrt heute morgen erstmals in den Kieler Hafen eingelaufen ist. Die neue Superfähre machte zur Generalprobe am Anleger Schwedenkai fest.

Zwei Stunden später war die neue Scandinavica schon wieder auf dem Weg nach Göteborg. Auch dort wird das Schiff probeweise festmachen, und zwar heute abend gegen 21 Uhr am Kai Majnabbeterminalen.

Am 19. April soll die neue Stena Scandinavica ihren regulären Dienst von Göteborg aus aufnehmen. Am 20. April wird die Superfähre erstmals offiziell in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt ankommen und die alte Stena Scandinavica ablösen.

Bis zum offiziellen Start wird das Personal in Göteborg für die neue Fähre geschult. Ein umfassendes Sicherheitstraining und der Umzug von der jetzigen auf die neue Fähre stehen auf dem Programm.

Die Stena Scandinavica ist mit 240 Metern eine der längsten RoPax-Fähren der Welt. Sie ist trotz ähnlicher Außenmaße wie ihr Schwesterschiff Stena Germanica nicht baugleich mit ihr.

Wir sind Mitte Mai erstmals mit der neuen Fähre unterwegs und werden hier ausführlich in Wort und Bild berichten.

Weitere Seiten über die Stena-Fähren


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Mike Scholz 2011-07-20 at 12:32

Hallo, wolltet Ihr nicht einen Test Mitte Mai über die neue Stena Scandinavica machen? Zumindest habt Ihr das geschrieben!

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Walther 2011-07-25 at 14:28

Einen Reisebericht mit Fotos haben wir hier veröffentlicht: http://www.schwedentipps.se/kiel-goeteborg-stena-scandinavica.html. Uns hat die Scandinavica besser als das Schwesterschiff gefallen. Die Trennung von LKW-Fahrern und anderen Passagieren ist auf der Scandinavica nicht so strikt; Essen, Trinken und Einkaufen spielen sich nicht nur auf einem Stockwerk ab, sondern auf drei; das “Wohnzimmer” auf Deck 11 ist eine echte Bereicherung; und unsere Standard-Viererkabine innen war erstaunlich groß und hatte sogar einen Fernseher. Das Sonnendeck auf Deck 11 ist allerdings optisch nicht so schön wie auf der Germanica, hat aber zwei praktische treppenartige Terrassen. Pünktlich war die Fähre leider auch nicht, weder auf der Hinfahrt noch auf der Rückfahrt. Eine von vier Maschinen war ausgefallen. Das an sich wäre kein großer Beinbruch gewesen, weil die Fähre auch mit drei Maschinen die Ankunftszeit fast einhalten kann. Auf der Hinfahrt kam aber eine zusätzliche Stunde Verspätung hinzu, weil das Einladen der LKW und Auflieger so lange dauerte. Mit der Zeit und mit mehr Übung wird sich das hoffentlich in Zukunft nicht mehr ereignen. Meine zweite Fahrt mit der Fähre (in beide Richtungen, Mitte Juni) war schon wie gewohnt auf die Minute pünktlich.

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