Schwedische Politiker haben heute in der Tageszeitung DN gefordert, mit den Planungen für eine zweite Öresundbrücke zu beginnen. Die Politiker sind allesamt Sozialdemokraten. Unter ihnen befindet sich Göran Persson, Schwedens Ministerpräsident in den Jahren 1996 bis 2006.
Die Befürworter einer neuen Brücke über den Öresund führen verschiedene politische und wirtschaftliche Gründe ins Feld.
Die schwedischen Politiker argumentieren u. a.:
- Weil in Dänemark Arbeitskräfte fehlen, pendeln immer mehr Schweden auf die andere Seite des Öresund. Die Zahl der Pendler wird sich bis 2025 verdoppeln. (In Dänemark werden nicht mehr genügend Kinder geboren, während die Bevölkerungsentwicklung in Skåne noch immer erfreulich ist.)
- Allein im Jahr 2007 wuchs der Verkehr über die Brücke mit 25%.
- 2018 soll die feste Verbindung über den Fehmarn-Belt zwischen Deutschland und Dänemark fertig sein. Dies wird den Druck auf die Öresundbrücke noch einmal erhöhen.
- 3,7 Millionen Menschen leben in der Öresundregion. Nirgendwo sonst in Nordeuropa gibt es eine vergleichbar hohe Konzentration an hochausgebildeten Arbeitskräften. Diese Arbeitskräfte müssen auch über größere Entfernungen hinweg unbehindert zu ihren Jobs pendeln können. Andernfalls gerät die Konkurrenzkraft der Region in Gefahr.
- Schon bald müssen die Nahverkehrszüge zwischen Kopenhagen und Malmö während der Stoßzeiten im 5-Minuten-Takt über die Brücke fahren. Es gibt dann immer weniger “Slots” für Fernverkehrszüge und vor allem für die wachsende Zahl an Güterzügen.
Baubeginn der neuen Öresundbrücke solle in 10 bis 15 Jahren sein, meinen die Politiker.
Die Politiker sagen jedoch nicht, wo die zweite Brücke stehen soll. Wäre nicht die Region Helsingborg und Helsingør zuerst am Zuge? Oder sollen Malmö und Kopenhagen diese zweite Brücke bekommen?
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