Unsere Rehe überleben diesen Winter nicht

by Walther on 2011-01-28

Kein appetitliches Bild: Totes Reh bei uns direkt am Haus

Kein appetitliches Bild: Totes Reh bei uns direkt am Haus

Seit dem letzten Sommer hatten wir fast täglich Besuch von drei Rehen. Dann kamen die ungewöhnlich kalten Monate November und Dezember mit Nachttemperaturen bis minus 20 Grad. Die Rehe hielten sich immer näher an unserem Haus auf, kreuzten unseren Innenhof, liefen über unsere Holzterrasse und schliefen an der Hauswand. Und das, obwohl Waldbesitzer unweit von uns Heu für sie auslegten.

Weil es zwischenzeitlich wärmer geworden war und dann wieder kalt, ist der Schnee zusammengesackt und hart gefroren. Unsere Rehe kamen deshalb nicht mehr an das darunterliegende Gras und fanden kaum noch etwas zu fressen.

In den letzten Tagen kam nur noch ein Reh. Es bediente sich an unserem Vogelhäuschen und fraß einen kompletten Talgball – leider mitsamt Plastiknetz.

Heute morgen ist das Reh gestorben. Es hatte sich bei uns zwischen Garage und Gästehäuschen gelegt und ist dann erfroren.

Es starb zwischen Garage und Gästehäuschen

Es starb zwischen Garage und Gästehäuschen

Ich habe unsere Gemeinde angerufen und gefragt, was wir mit dem Körper tun sollen. Mein Gesprächspartner hat nicht so recht verstanden, warum ich überhaupt anrief. Vielleicht war die Frage auch zu “deutsch” – gibt es in Schweden kein Tierkörperbeseitigungsgesetz? Wir werden das arme Tier also ins nächste Waldstück verfrachten. An Eingraben ist bei dem Bodenfrost nicht zu denken.

Da lebte es noch: Reh frisst unser Vogelfutter

Da lebte es noch: Reh frisst unser Vogelfutter

Da lebten noch alle drei: Rehe bei uns im Innenhof

Da lebten noch alle drei: Rehe bei uns im Innenhof

Wie in unserer Tageszeitung GP zu lesen war, sind die Rehe mittlerweile so schwach, dass sie sogar von Füchsen getötet werden – ein langsamer und qualvoller Tod.


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Smultronella 2011-02-9 at 00:23

Oh je, das ist ja total traurig.
Ich habe auch Fotos im Blog von den Rehen vor meinem Fenster. Sie haben meine Bergenien und die Nadeln der Eibe gefressen. Zum Glück hat sich bei mir kein Tier zum Sterben in den Garten gelegt.

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