Nach dem Vorbild von Oslo, Trondheim und Stockholm führt Göteborg eine Straßenmaut ein. Mit den Einnahmen aus der Straßenmaut wird u. a. der Västlänken finanziert. “Västlänken” ist ein 8 km langer S-Bahn-Tunnel unter der Stadt. Dazu kommen noch zwei Kilometer obererdig.
Da der Göteborger Bahnhof bislang ein Kopfbahnhof ist, soll es die neue Verbindung ermöglichen, dass Züge durch die Stadt fahren, z. B. von Kungsbacka nach Alingsås.
Schwere Zeiten für die Göteborger
Der Bau des Tunnels soll 2014 beginnen. Da es kaum möglich sei, sich durch den Göteborger Lehm zu graben, werde das Bauprojekt “eine Prüfung für die Göteborger”, so Birgitta Hellgren, Planungschefin bei der zuständigen Behörde Trafikverket. Wegen der speziellen Bodenverhältnisse müsse nämlich die Erde über weite Strecken aufgegraben und nach dem Bau der Tunnelröhre – zwei Jahre später – wieder zugeschüttet werden.
Im Zuge des Tunnelbaus würden u. a. das Rondo und die Lisebergshallen, die beiden populären Veranstaltungsstätten des Vergnügungsparks Liseberg, abgerissen. Der Haupteingang des Vergnügungsparks müsse längere Zeit gesperrt werden.
Ungemütlich wird es für die Göteborger auch an der Oper. Hier ist in den vergangenen Jahren für Autos der Götatunnel gebaut worden (eine ähnliche Lösung wie in Düsseldorf und Köln). Über Jahre hinweg klaffte ein tiefes Loch zwischen der Innenstadt und dem Wasser. Für den Västlänken wird man hier erneut aufgraben müssen.
Via Göteborgs-Posten.
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