Das Dorf Äskhult nahe Kungsbacka, Halland ("Äskhults by")
Das idyllisch gelegene Dorf Äskhult im Norden Hallands ist zugleich Freilichtmuseum,
Naturreservat und Kulturreservat. In Äskhult finden auch Konzerte statt. Hier feiert man
Mittsommer, Erntedankfest oder eine Bauernhochzeit.
Alte Handwerkstechniken kann man bestaunen und manchmal unter Anleitung auch selbst erlernen. Die
Geschichte des Dorfs wird in liebevoll inszenierten Schauspielen lebendig.
Äskhult ist zwischen Anfang Mai und Ende September geöffnet. Jährlich kommen rund 25.000
Besucher in das historische Dorf.
Vier alte Höfe auf einem Bergrücken
Äskhult liegt in Nord-Halland, rund 50 km südlich von Göteborg bzw.
20 km südlich von Kungsbacka. Bis zum großen See Lyngnern sind es keine fünf Kilometer. Der
Name Äskhult leitet sich wohl aus den dänischen Wörtern für Esche (esk) und Gehölz (holt) her.
Das kleine Dorf besteht aus den vier Höfen Göttas, Jönsas, Bengts und Derras. Die Höfe liegen um
einen gepflasterten Innenhof gruppiert auf einem Bergrücken.
Von hier hat man kilometerweite Aussicht. Die Weiden und Ackerflächen befinden sich an den
Hängen des Bergrückens und in der darunterliegenden Ebene.
Wiedererstandene Heidelandschaft
Auf den Ackerflächen Äskhults wurden vor langer Zeit dichte Nadelwälder angepflanzt.
Seit 1997 hat man sie nach und nach gefällt, damit die ursprüngliche,
artenreiche Heidelandschaft wiedererstehen kann. Insgesamt verschwanden so fünfzig Hektar
Nadelwald. Ein Bauer hält die neuen Flächen seit einigen Jahren mit traditioneller
Landwirtschaft frei.
Dokumente aus vierhundert Jahren
Die Geschichte des Dorfs ist zumindest seit vierhundert Jahren gut dokumentiert. In der Gemeinde
Förlanda gibt es Zeugnis davon, dass im Jahr 1600 erstmals Steuern von den vier in
Äskhult gelegenen Höfen eingezogen wurden.
Die ältesten Gebäude Äskhults stammen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der Großteil
der insgesamt elf Gebäude jedoch aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Äskhult sieht heute kaum anders als damals. Auf der Website von Äskhult heißt es stolz, die Höfe hätten "niemals einen Tropfen Farbe
gesehen. Die grauen Balkenwände berichten ihre eigene Geschichte und verleihen dem Dorf seine
besondere Ausstrahlung."
Äskhults letzter Dorfbewohner starb 1964
Ende des 19. Jahrhunderts lebten ungefähr 35 Personen in Äskhult. Zwischen 1890 und 1914
wanderten 20 von ihnen nach Amerika aus. Der letzte Dorfbewohner starb 1964. Heute gehört Äskhult
einer Stiftung.
Café und Picknick
Im Innenhof von Äskhult hält ein kleines Café Kuchen und Brot nach alten Rezepten
bereit. Ein gut gefüllter Picknick-Korb empfiehlt sich dennoch, denn die Natur lädt bei schönem
Wetter zum Verweilen ein. Bänke und Tische finden sich an vielen Stellen.
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