Gränna am Vättern, die Heimat der rot-weißen Zuckerstangen

Der Vättern vom Grännaberget in Gränna

Selten habe ich in Schweden so viele Wohnmobile gesehen wie in Gränna. Die Stadt am Südostufer des Vättern lebt vom Tourismus. Die Besucher kommen nicht nur der rot-weißen Zuckerstangen wegen, sondern auch, um das angenehme Klima, die behagliche Kleinstadtatmosphäre und die dramatische Natur zu genießen.

Wer einmal auf dem Gränna-Berg oberhalb des Stadtkerns gestanden und die beeindruckende Aussicht genossen hat (siehe oben), kann das nachvollziehen: Man blickt auf den Vättern, Schwedens zweitgrößten See, auf die geschichtsträchtige Insel Visingsö und auf die steilen Hänge vom Biosphärenreservat Östra Vätterbranterna.

Gränna-Berg und Tegnér-Turm

Zum Gränna-Berg gelangt man über eine Treppe, die unweit der Kirche von Gränna beim Haus Bergsgatan 2 beginnt. Oben auf dem Berg gibt es ein Café (Kaffestugan Grännaberget). Bei gutem Wetter ist der kurze, aber steile Aufstieg über 243 Treppenstufen absolut empfehlenswert.

Wer länger unterwegs sein will, kann vom Berg aus anderthalb Kilometer zum nächsten Aussichtspunkt weiterwandern, dem Tegnér-Turm (manchmal auch „Skogstornet“ genannt, also Waldturm). Er liegt 351 Meter hoch. Bei gutem Wetter kann man vom Turm alle vier historischen Provinzen sehen, die an den Vättern grenzen: Närke, Småland, Västergötland und Östergötland. Auf den Turm führen 144 Stufen.

Malerische Holzhausidylle

Gränna

Gränna ist eine idyllische Kleinstadt mit Holzhäusern, Kopfsteinpflastern, Zuckerstangen-Kochereien und einem lebhaften Hafengebiet. Die Stadt im Norden von Småland wurde 1652 gegründet und sehr geradlinig angelegt. Es gibt eine lange Straße durch den Ort, die Brahegatan. Über sie wälzen sich im Sommer Karawanen von Autos.

Dazu gibt es zwei parallel verlaufende Straßen, die ruhiger sind: seeseitig die Sjögatan und oberhalb des Ortskerns die Bergsgatan. Auf der Bergsgatan sieht man alte Häuser mit wunderschönen Rosengärten.

Ingenieur Andrée

Am Marktplatz befindet sich das Grenna Museum, das von der spektakulären und tragischen Ballonfahrt des Nordpolforschers Andrée und seiner zwei Mitstreiter erzählt. Andrée kam aus Gränna.

Gränna

Im Grenna Museum lag früher auch die Touristeninformation. Wie so viele Touristeninformationen in Schweden hat auch sie mittlerweile geschlossen. Ich nehme aber an, dass man im Foyer noch immer einige Broschüren bekommen kann, denn auch die örtliche Bibliothek ist in dem Gebäude untergebracht.

Zuckerstangen, die „Polkagrisar“

Seit rund 1850 ist der Ort für seine rot-weißen Zuckerstangen bekannt. Heute findet man ungefähr ein Dutzend Zuckerstangen-Kochereien im Stadtkern. Fast alle ermöglichen, dass man bei der Produktion zusieht. Formen, Farben, Größen und Geschmacksrichtungen der süßen Masse sind sehr vielfältig. Die Zuckerstangen sind ein beliebtes Souvenir und eignen sich prima als Mitbringsel für die Familie oder die Nachbarn zu Hause.

Wohnmobilstellplätze im Hafen

Der Ort tut sehr viel für Wohnmobiltouristen. Im Hafen wurden z. B. 30 Stellplätze angelegt, davon 20 mit Stromanschluss. Man bezahlt an einem Automaten. Der Platz ist durch eine Schranke gesichert. Ist der Platz belegt, gibt es in unmittelbarer Nähe normale Parkplätze mit einer Höchstparkzeit von 24 Stunden sowie einen Campingplatz mit sehr großen Rasenflächen. Die Grenna Hamn AB verspricht, dass auch zur Hochsaison kein Wohnmobiltourist ohne Platz bleibt.

Im Hafen gibt es auch Restaurants und Läden.

Ausflug: Mühlendorf Röttle

Südlich vom Ort liegt das Mühlendorf Röttle by. Durch das Dorf fließt der kleine Fluss Röttleån. Er hat im Laufe der Jahrhunderte vielen Betrieben Energie geliefert. Noch heute wird im Sommer die Wasserkraft genutzt, um Mehl zu mahlen – „Rasmus kvarn“ heißt die Mühle.

Ausflug: Visingsö

Vom Hafen des Orts fahren Auto- und Personenfähren hinüber zur Insel Visingsö. Auf Visingsö findet man gute Bademöglichkeiten, große Eichenwälder und eine offene Landschaft, die ideal für Radfahrer ist. Es fährt auch ein Bus auf der Insel.

Ausflug: Gyllene Uttern und Brahehus

An der Europastraße E4 liegen zwei Rastplätze, die eine spektakuläre Aussicht über den Vättern bieten: Gyllene Uttern (südlich von Gränna) und Brahehus (nördlich von Gränna).


  Hotels in Gränna

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Wenn ihr Gränna besuchen wollt, aber dem touristischen Trubel im Ort etwas aus dem Weg gehen wollt, kann ich euch das idyllisch an einem See gelegene Hotel Bauergården in Bunn, rund 10 km südlich von Gränna, empfehlen. Hier kommen zwei Bilder von der gepflegten Anlage:

Hotel Bauergården in Bunn, rund 10 km südlich von Gränna

Hotel Bauergården in Bunn, rund 10 km südlich von Gränna


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Gränna

Gränna
Café und Restaurant am Hafen: „Strandterrassen“

Gränna

Am Hafen

Gränna

Gränna

Wohnmobil-Stellplätze am Hafen

Gränna

Gränna

In der Zuckerstangen-Kocherei Polkapojkarna in der Brahegatan 59 (täglich geöffnet, mindestens von 10 bis 17 Uhr). Ebenfalls sehr empfehlenswert: Grenna Polkagriskokeri auf der Brahegatan 39; sie sind in der Regel auch auf dem Weihnachstmarkt von Liseberg in Göteborg zu finden.

Gränna

Rosen auf der Bergsgatan

Gränna

Aufstieg zum Gränna-Berg: 243 Stufen

Gränna

Aufstieg zum Gränna-Berg

Gränna

Oben auf dem Gränna-Berg. Rechts sieht man das Café.

Gränna

Aussicht vom Gränna-Berg hinüber zur Insel Visingsön

Gränna

Brahehus am Vättern

Blick von der Ruine Brahehus nördlich: Gränna sieht man in der Bildmitte hinten.


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Bilder Hotelempfehlung: Hotel Bauergården