Das Fischerdorf Hälleviksstrand
auf der Insel Orust in Bohuslän
Es gibt Tage im schwedischen Sommer, an denen die Kapazitäten hinten und vorne nicht reichen.
Meist erlebt man das im Juli, wenn sich ein stabiles Hochdruckwetter einstellt und die Temperaturen
auf 25 Grad oder mehr klettern.
Wir haben einen solchen Tag erwischt, als wir auf die Insel Orust fuhren, in den Ort
Hälleviksstrand. Von diesem Fischerdorf aus wollten wir eigentlich die Personenfähre rüber zu einer
kleinen und beliebten Badeinsel nehmen, nämlich nach Kärringön. Pustekuchen! Das Boot war so voll,
dass rund fünfzig Leute im Hafen bleiben mussten. Auch wir kamen nicht mit.
Also war Plan B angesagt, ein ganzer Tag in Hälleviksstrand. Auch wenn der Tag mit Enttäuschung
begann, war er am Ende doch gelungen. Das schnuckelige Hälleviksstrand nämlich bietet richtiges
Bohuslän-Feeling mit salzigem Bad, viel Betrieb im Yachthafen, pittoresken Bootshäusern und
spannendem Klettern auf den steilen Klippen. Unsere Kinder haben sich nicht gelangweilt.
Sommerferien in den Schären
Hälleviksstrand ist nicht so überlaufen wie manch andere Orte an der Westküste. Hier gibt es
nicht einmal einen Lebensmittelladen, nur einen Kiosk und Schnellimbiss im Hafen. Hälleviksstrand
hat nur 250 ständige Einwohner.
Im Sommer kommen noch einmal so viele Bewohner von Ferienhäusern hinzu. In den Klippen werden
auch luxuriöse neue Sommerhäuser gebaut, was dem Dorf einen Aufschwung beschert. Sommerferien mit
Blick auf die Schären und das Meer sind sehr populär, und es sind nicht nur reiche Norweger, die
hier neuerbaute Luxus-Häuser kaufen.
Im Ort gibt es auch ein kleines Museum, in dem man sehen kann, wie die Menschen hier im 19.
Jahrhundert lebten. Hälleviksstrand lebte damals in erster Linie vom Fisch und vom Handel.
Badeplatz und Parken
Wir hielten uns den ganzen Tag über an dem liebevoll angelegten Badeplatz im Ort auf. Er ist
einigermaßen kinderfreundlich und hat ein abgeteiltes Areal für kleinere Kinder. Man muss
nur — wie immer auf algenbewachsenen, glitschigen Klippen — aufpassen, dass man nicht
ausrutscht.
Ein Problem wie fast überall an der Westküste ist das Parken. Zum Glück hat man einen neuen
Parkplatz rund 400 m außerhalb des Ortskerns angelegt, der meistens ausreichend groß ist. Der
eigentliche Ortskern, verwinkelt und beengt, bietet keine Parkmöglichkeiten. Die wenigen
Parkplätze, die man sieht, sind vermietet ("förhyrd") — und da sollte man absolut nicht
parken, wenn man nicht abgeschleppt werden will.
Mehr Infos: www.halleviksstrand.se . Die Website enthält übrigens wirklich tolle Fotos eines
professionellen Fotografen, auch von lokalen Festen und Feiern, z. B. von der
"Hälleviksstrandvecka".

Im Ortskern
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Im Hafen: Das Boot nach Kärringön ist voll.

Die Badestelle


Auf den Klippen, mit Blick auf die Badestelle
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