Besonderheiten
schwedischer Lebensmittel
Hier einige Betrachtungen über schwedische Lebensmittel und ihre Besonderheiten (wie alles auf
Schwedentipps.se aus unserer eigenen Sicht):
Fisch und Schalentiere
Fisch, Krabben und Krebse gibt es an den Küsten, aber auch im
Inland immer frisch und lecker. Oft stehen vor größeren Supermärkten Fischwagen (montags meist
geschlossen). Fischgerichte sind eine der großen Stärken der schwedischen Küche.

Leberwurst
Schwedische Leberwurst hat sich leider aus dem Süßigkeitenregal ins Wurstregal verirrt. Soooo
viel Zucker ... Wer die Möglichkeit hat, sollte Leberwurst im Glas oder in der Dose aus Deutschland
mitnehmen oder sie beim schwedischen Lidl kaufen.
Kuchen und andere Backwaren
Backen gehört nicht zu den Stärken der Schweden. Jedenfalls, wenn man Konditoreien und
Bäckereien in Österreich und Deutschland zum Maßstab nimmt. Natürlich gibt es
einige positive Ausnahmen wie z. B. die Zimtschnecken (kanelbullar). Insgesamt ist das Angebot
an Bäckereien sehr dürftig, vor allem auf dem Land. Auch die Frische der Backwaren ist oft
nicht so, wie man sie vom Kontinent her kennt.
Tipp: Das breiteste Sortiment und die beste Frische bekommt man oft in sehr großen
Supermärkten, die über eine eigene Backabteilung verfügen, z. B. ICA Maxi, Coop Forum ...
Säfte und Limonaden
Säfte und Limonaden ("läsk") enthalten in Schweden viel Zucker und wenig Fruchtsaft — auch
deshalb gibt es so viele dicke Kinder in Schweden ... Besser ist, man kauft recht teuren "juice".
Juice hat 100% Fruchtgehalt. Gut sind Apfelsäfte aus Österlen und "juice" aus dem
Kühlregal (das sind Säfte mit nur kurzer Haltbarkeit).
Schwedischer "saft" ist nur ein Fruchtsaftgetränk minderer Qualität.
Achtung: Es gibt auch kleine Tetrapacks, die Sirup enthalten, der erst stark mit Wasser verdünnt
werden muss, damit man ihn trinken kann.
Kaffee und Tee
Kaffeetrinker haben es gut in Schweden. Kaffee ist eigentlich überall von guter bis
ausgezeichneter Qualität, selbst an der Imbissbude. Viele Schweden nehmen Kaffee in der
Thermoskanne sogar mit an den Strand. Wir kennen auch Deutsche, die sich guten
schwedischen Kaffee aus dem Supermarkt (Gevalia, Löfbergs Lila u. a.) mit nach Deutschland
nehmen.
Teetrinker dagegen haben es schwerer. Die Schweden trinken nicht viel schwarzen Tee. Wenn sie es
tun, dann ziehen sie aromatisierte und parfümierte Sorten vor. Wenn man in Schweden schwarzen Tee
im Café bestellt, bekommt man meist Earl Grey. Einen guten Darjeeling oder Assam zu bekommen ist
nicht leicht.
Schokoladencreme
(für kleine und erwachsene Kinder ...)
Schokoladencreme sollte man aus Deutschland mitnehmen. In Schweden ist sie meist teuer
und von wenig guter Qualität. Nutella gibt es vereinzelt, aber meist mit hohem Preis. Der
schwedische Lidl hat zwei eigene Sorten minderer Qualität.
Schokolade
Ein kroatischer Freund sagte mir mal vor zehn Jahren, dass das, was hier in Schweden
verkauft wird, in Kroatien nicht mal den Namen "Schokolade" tragen darf. Seine
Begründung: Die Qualität der schwedischen Schokolade sei zu niedrig, sie enthalte viel zu
wenig Kakao.
Mittlerweile hat Marabo, der schwedische Marktführer, deutlich bessere Schokolade im Programm
als noch vor zehn Jahren, auch dunkle Schokolade mit hohem Kakaogehalt und unterschiedlichen
Geschmacksnoten.
Lindt hat mittlerweile den Weg nach Schweden gefunden. Ritter-Schokolade findet
man ebenfalls manchmal, auch Sarotti und Schogetten. Kinder-Schokolade findet man mittlerweile
auch fast überall.
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Die schwedische Küche
Mehr über schwedische Lebensmittel erfahren Sie auf unserer Seite die schwedische Küche.

Schwedische Süßigkeiten
Die Schweden essen unheimlich gern Süßes. Das Angebot ist groß. Schwedische
Süßigkeiten enthalten jedoch in der Regel mehr Zucker als deutsche Süßigkeiten und weniger echten
Geschmack von Früchten und anderem.
Auch einige deutsche Hersteller findet man in den Regalen. Haribo z. B. gibt es hier, Katjes
dagegen nur mit einem sehr begrenzten Angebot. Haribo verkauft leider nicht in allen Tüten die
gleiche Qualität wie in Deutschland.

Lösgodis
Für viele Besucher aus Deutschland mag "lösgodis" ein ungewohnter und vielleicht auch
verlockender Anblick sein: Regale voller unabgepackter Süßigkeiten, die man sich per Schäufelchen
in eine kleine Tüte füllen kann und die man dann nach Gewicht bezahlt.
Lördagsgodis
Die Schweden schlagen am Süßigkeitenregal meist samstags zu und geben ihren Kindern
"lördagsgodis", also "Samstagssüßigkeiten". Die schwedischen Zahnärzte haben das
empfohlen. Es sei für die Zähne besser, einmal die Woche bei Süßem richtig zuzuschlagen, als jeden
Tag ein wenig davon zu essen. Wir kommen als Deutsche mit dieser Einstellung nicht zurecht —
immerhin besteht der Mensch ja nicht nur aus Zähnen.
Tipps, Fragen und Antworten zum Thema Lebensmittel finden Sie auch auf www.gutefrage.net .
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