Örebro

Als wir das erste Mal nach Örebro fuhren, hatten wir nur eine vage Vorstellung von der Stadt und der Region. Das Schloss von Örebro war uns bekannt. Auch vom Nationalpark Tiveden hatten wir schon gehört. Sehr viel mehr wussten wir aber nicht. Nach einigen Tagen in Örebro waren wir dann völlig erstaunt darüber, dass man hier auf kleinem Raum fast alles finden kann, was ein Schwedenurlauber begehrt. Örebro lockt nicht nur mit einem imposanten Schloss und einem lebendigen Stadtkern, sondern auch mit einem umfangreichen Angebot an Aktivitäten und Naturerlebnissen.

Region und Stadt – überall Naturerlebnisse

Örebro ist eine Region, und ihr Hauptort ist die Stadt Örebro. Mitten durch die Stadt schlängelt sich der kleine Fluss „Svartån“. An seinem Ufer liegen ein herrlicher Stadtpark, ein Freilichtmuseum und ein einzigartiges Naturschutzgebiet. Mehr zur Innenstadt gibt es in einem gesonderten Artikel über die Stadt Örebro zu lesen.

Fährt man nur eine halbe oder ganze Stunde hinaus in die Umgebung, erwarten einen weitere fantastische Naturerlebnisse, z. B. in den Gebieten Kilsbergen, Bergslagen, Tiveden oder in den Schären von Askersund am Nordufer des großen Vättern. Dort kann man wandern (z. B. Bergslagsleden), mit dem Rad oder Kanu fahren, angeln, Pilze und Beeren sammeln.

In der Region Örebro findet man überdies Schlösser, Industriedenkmäler (Eisenhütten, Zinkgruben) und idyllische Städtchen mit Holzhäusern. Und immer wieder fällt uns auf, wie gut alles gepflegt, präsentiert und beschildert ist.

Das Herz von Schweden

Die Region Örebro mit ihren insgesamt 12 Gemeinden präsentiert sich heute als das Herz von Schweden („The Heart of Sweden“). Wenn man auf die Landkarte schaut, versteht man, dass das zutrifft. Die Region liegt nämlich ungefähr auf halbem Weg von Göteborg nach Stockholm und damit mittendrin im bevölkerungsreichsten Teil Schwedens. Auch die Autobahnverbindung E20 zwischen den beiden schwedischen Metropolen läuft direkt durch Örebro, dazu wichtige Eisenbahnlinien – Schwedens größter Rangierbahnhof liegt in Hallsberg südlich von Örebro.

Die Region wird überdies eingerahmt von den großen schwedischen Binnenseen Vänern, Vättern, Hjälmaren, Mälaren und Siljan.

Der Norden: Kilsbergen und Bergslagen

Nach Norden hin liegt das Naherholungsgebiet Kilsbergen (mit Lodge, Campingplatz, Wanderwegen und Angelmöglichkeiten) und das ehemalige Bergbaugebiet Bergslagen.

Bergslagen bietet hervorragende Wanderwege: Der 280 km lange Bergslagsleden durchzieht die gesamte Region Örebro. Der Wanderweg ist in 17 perfekt präparierte und dokumentierte Etappen eingeteilt. Es gibt auch kürzere Rundwanderwege.

In Bergslagen findet man überdies die Hütte von Pershyttan, die heute Teil eines großen und spannenden Kulturreservats ist. Hier wurde bis 1953 Roheisen hergestellt. Von der Stadt Örebro fahren historische Züge (manchmal auch unter Dampf) bis Pershyttan.

Die Züge machen auch in Nora halt, einem der drei besterhaltenen Holzstädtchen Schwedens (die anderen beiden sind Hjo am Vättern und Eksjö in Småland). Nora liegt idyllisch am See Norasjön. Cafés mit Seeblick findet man hier und ein landesweit gerühmtes Eis (NoraGlass).

Der Süden: Tiveden und Askersund

Im Süden der Region Örebro empfehlen wir für Ausflüge vor allem den Nationalpark Tiveden und das Städtchen Askersund am Vättern.

Tiveden ist ein Nationalpark mit viel altem Wald und auch einigem Urwald. Das Gebiet gilt als Schwedens südlichste Wildmark. Hier liegen mächtige Felsblöcke, die die Eiszeit aufgetürmt hat. Unter ihnen findet man manchmal kleine Tümpel, Spalten und Grotten. Besondere Blumen, Moose und Flechten wachsen in Tiveden. Im Park ist es still. Nicht einmal Flugzeuge hört man. Das Gebiet ist beliebt bei Wanderern. Allerdings sollte man trittsicher sein. Eine Informationshütte am Eingang des Parks hält detaillierte Karten und Broschüren bereit, auch auf deutsch.

Nach der Stille von Tiveden erscheint einem Askersund touristisch betriebsam. Das kleine Holzstädtchen am Nordufer des Vättern ist u. a. populär bei Jazz-Fans (Jazz-Festival Mitte Juni) und bei Schokoladen-Liebhabern (Schokoladensalon Anfang September). Vor Askersund liegen die nördlichen Schären des Vättern mit ihren rund 250 Inseln und Inselchen. Hier findet man Strandbäder und Kanurouten.

Gegenüber von Askersund und direkt am Wasser liegt das Schloss Stjernsund (auch „Stjärnsund“ geschrieben). Das Schloss aus dem Jahre 1801 ist gut erhalten. U. a. kann man Original-Möbel und -Tapeten aus den 1850er Jahren sehen. Es gibt ein Café und einen englischen Garten.

Örebro – eine Entdeckung

Dass wir die Region früher nicht richtig wahrgenommen haben, liegt auch an unserer eigenen Fixierung auf die schwedischen Landschaften („historische Provinzen“). In diese Einteilung passt Örebro nicht hinein. Denn die Region gehört im Südwesten zu Västergötland, im Zentrum zu Närke, im Norden zu Västmanland und im äußersten Südosten sogar zu einem kleinen Teil zu Östergötland.

Für uns ist Örebro eine der größten Entdeckungen, die wir seit Jahren in Schweden gemacht haben.

Unsere Seiten über die Region Örebro

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Beide Bilder stammen aus Nora

In den Kilsbergen

In den Kilsbergen nordwestlich von Örebro

Pershyttan

Pershyttan bei Nora im Norden von Örebro: Radhaus mit einem Wasserrad, das im Durchmesser 11 Meter misst; davor sieht man die Gestänge, mit denen das Wasser aus den Stollen gepumpt wurde

Askersund

In Askersund (Hamngatan, Strandvägen) – ganz hinten im Bild sieht man übrigens das Schloss Stjernsund

Schloss Stjernsund

Schloss Stjernsund bei Askersund