15 Tipps für Eure Schweden-Reise

Hier kommt unsere persönliche Liste mit praktischen Reisetipps für Schweden:

1. Reisezeit

Die Sommersaison reicht von Mitte Juni bis Mitte August – das ist die Hochsaison. Der schönste Reisemonat für den Süden Schwedens ist aber oft der Mai: wenig Regen und eine sattgrüne, blühende Natur. Allerdings haben manche Sehenswürdigkeiten im Mai nur an Wochenenden geöffnet. Am wärmsten ist meist die zweite Juli-Hälfte und die erste August-Woche.

Neuer Trend: Viele Touristen-Attraktionen verlängern die Sommersaison bis in den September oder sogar Oktober hinein, wenn auch mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Die drei Metropolen Stockholm, Göteborg und Malmö sind natürlich das ganze Jahr über besuchenswerte Ziele.

In Schweden gibt es auch eine bedeutende Wintersaison, vor allem in Lappland und in den Skigebieten von Värmland, Dalarna und Jämtland/Härjedalen. Das bekannteste Skigebiet ist Åre, das regelmäßig alpine Weltcuprennen veranstaltet.

2. Reiseplanungen

Auf unserer Website findet Ihr Reisetipps für alle wichtigen Touristenziele in Schweden. Für einen Einstieg könnt Ihr oben die Menüpunkte „Städte“ und „Regionen“ nutzen.

3. Unterkunft

Schweden Ferienhaus

Hotels sind am billigsten in den Industrieferien (Mittsommer bis Mitte August). Umgekehrt sind Ferienhäuser während der Industrieferien am teuersten; dennoch ist ein Urlaub im Ferienhaus auch zu dieser Zeit eine preiswerte Art, mit der Familie Urlaub zu machen. Wenn Ihr Euer Ferienhaus sehr früh oder sehr spät bucht, könnt Ihr manchmal Sonderangebote nutzen.

Die Preispolitik schwedischer Hotels ist oft schwer zu durchschauen. Wenn man ohne Buchung spontan im Hotel erscheint und ein Zimmer haben will, zahlt man oft höhere, ärgerliche Preise. Vorher buchen ist absolut empfehlenswert! Auf unserer Hotel-Seite könnt Ihr schwedische Hotels, B&Bs, Hostels usw. zu vernünftigen Preisen buchen. Überdies findet Ihr unter jedem Artikel einen Buchungslink für die jeweilige Destination.

4. Packliste

Fragt Ihr Euch, was Ihr mitnehmen solltet? Wir haben eine Packliste für Euren Ferienhausurlaub in Schweden.

5. Verkehr

Wenn nicht anders angegeben, beträgt die Höchstgeschwindigkeit innerorts 50 km/h. Auf Landstraßen gilt 70 km/h, und 110 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit  auf Autobahnen (außer für Pkw mit Wohnwagen, für die gilt 80 km/h). Alle Autos müssen mit Abblendlicht fahren, auch tagsüber und in hellstem Sonnenschein. Gurte sind natürlich Pflicht (sie wurden ja in Schweden erfunden).

Die Alkoholgrenze ist sehr niedrig: 0,2 Promille. Routinemäßige Alkoholkontrollen werden in Schweden auch gern morgens vorgenommen, z. B. an den Fähranlegern. In Schweden setzt man sich nie ans Steuer, wenn man etwas getrunken hat – wirklich nie.

6. Ladenöffnungszeiten

Kleinere Läden haben in der Regel 10 – 18 h montags bis freitags geöffnet und 10 – 14 h samstags. Größere Lebensmittelgeschäfte sowie Einkaufszentren sind auch abends und an Sonntagen geöffnet.

7. Rauchen

Rauchverbot herrscht fast überall in Schweden: an öffentlichen Plätzen, in Gebäuden, an der Bushaltestelle, in Bussen, Straßenbahnen und Zügen, in Restaurants, am Arbeitsplatz und natürlich auch auf Einladungen, Festen und Partys. Raucher rauchen vor der Tür, auf der Straße, der Terrasse, einem Balkon oder einer Feuertreppe. Auch zu Hause gehen Raucher zum Rauchen vor die Tür.

8. Jedermannsrecht

Das Jedermannsrecht erlaubt Übernachten in freier Natur. Damit sind natürlich auch Pflichten verbunden, z. B. was den Müll betrifft. Schweden hat überdies eine große Zahl gut ausgestatteter und oft sehr schön gelegener Campingplätze. Diese Plätze sind nicht nur für Touristen mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt interessant, sondern auch für alle anderen Urlauber: Es gibt nämlich rund 15.000 Campinghütten auf diesen Plätzen.

9. Kreditkarten, EC-Karte, Bargeld

Kreditkarten werden in Schweden nahezu überall verwendet, auch für Kleinbeträge. Achtung: Nehmt die PIN für Eure Kreditkarte mit und überprüft, ob die Kreditkarte für Skandinavien freigeschaltet ist. Andernfalls riskiert Ihr, dass Ihr Eure Kreditkarte hier in Schweden nicht nutzen könnt. Wundert Euch nicht, wenn Ihr nach Eurem Ausweis („legitimation“) gefragt werdet – das ist in Schweden üblich, sofern nicht die PIN zur Überprüfung verwendet wird.

Mit Eurer EC-Karte könnt Ihr ebenfalls an vielen Tankstellen und in vielen Geschäften bezahlen oder an Geldautomaten Bargeld abheben. Die EC-Karte muss dafür das „Maestro“-Logo (zwei Kreise in Blau und Rot) haben. Das Maestro-Logo im Schaufenster oder am Geldautomaten zeigt, dass die Karte willkommen ist. Sollte das Logo nicht sichtbar angebracht sein, fragt im Geschäft oder Restaurant einfach nach Maestro und zeigt Eure Karte.

Bargeldautomaten werden immer weniger, aber im Zentrum der Städte, in großen Verbrauchermärkten und in den Einkaufszentren gibt es sie schon noch. Bargeld wird nicht mehr überall in Schweden akzeptiert – einige Dinge funktionieren nur noch mit Kreditkarte, so z. B. das Einchecken auf einigen neuen unbemannten Wohnmobilstellplätzen. Das ABBA-Museum in Stockholm z. B. akzeptiert auch kein Bargeld mehr. Manche Kassen in Supermärkten nehmen auch kein Bargeld mehr an.

Bargeld wechseln geht nur noch im Zentrum großer Städte, auf Flughäfen oder in großen Bahnhöfen. Die Wechselstuben werden von Forex betrieben. Schwedische Banken haben kein Bargeld mehr.

Hier findet Ihr mehr Infos zur schwedischen Währung: Neue Münzen, neue Scheine, Währungsrechner EUR/SEK und CHF/SEK.

10. Infos für Touristen

Nutzt die hervorragenden Touristenbüros, die es in fast allen größeren Ortschaften Schwedens und in manchen Sehenswürdigkeiten gibt.

11. Sprache

Mit Englisch kommt man überall bestens über die Runden. Die Schweden freuen sich natürlich darüber, wenn man zumindest eine Begrüßung und ein Dankeschön auf schwedisch beherrscht. Schwedisch ist nicht schwerer als Englisch. Mehr dazu: Schwedisch – Die schwedische Sprache. (Dort findet Ihr auch Sprachkurse.)

12. Restaurants

Fast Food in den großen Hamburger-Ketten ist meist teurer als Dagens rätt – das ist das Tagesgericht, das es in vielen Restaurants mittags gibt (z. B. in Kaufhäusern). Oft bietet das Tagesgericht schwedische Hausmannskost inklusive Brot, Salat, Getränk und meist auch Kaffee für zusammen 90 bis 110 SEK.

Wer in Ruhe essen will, sollte nicht zwischen 12 und 13 Uhr zum Essen gehen, weil seltsamerweise fast alle schwedischen Angestellten punkt 12 aus ihren Büros strömen. Das „Dagens“ gibt es meist bis 14 Uhr, in manchen Restaurants sogar bis 15 Uhr.

Mittagessen heißt auf schwedisch „lunch“, Abendessen heißt „kvällsmat“ oder – etwas verwirrend – „middag“. Abends verlangen die Restaurants oft viel höhere Preise als zur Mittagszeit. Wie man sich im Restaurant verhält, könnt Ihr in unserem Reise-Knigge lesen.

In unserem Fjällbacka-Artikel haben wir einige Zeilen zum Thema Würstchenbude (korvkiosk) geschrieben.

13. Lebensmittelpreise

Die schwedischen Lebensmittelpreise liegen im Schnitt nur noch 10 bis 15 Prozent über deutschem Niveau. Kein Grund also mehr, mit einem Kofferraum voller Lebensmittel nach Schweden zu reisen, wie es viele Touristen bis zum schwedischen EU-Beitritt gemacht haben. Wer mag, kann in Schweden mittlerweile auch beim Discounter einkaufen: Es gibt Lidl, Netto, Willys und CityGross. Mehr dazu: Lebensmittel und Lebensmittelpreise in Schweden.

Wer Wein und Bier dabei haben will, sollte sich einen Urlaubsvorrat mitnehmen, sofern Platz im Auto ist. Das Angebot im staatlichen Systembolaget ist zwar gut, aber auch teuer. Mehr dazu: Bier, Wein und andere alkoholische Getränke in Schweden.

14. Shopping

Bekleidung und Schuhe sind manchmal sogar billiger als in Deutschland. Am billigsten wohl im Örtchen Ullared in Halland, bei Gekås, Schwedens größtem Billigwarenhaus. Gekås zählt manchmal bis zu 30.000 Kunden an einem einzigen Tag. Das deutsche Fernsehen hat mehrmals darüber berichtet.

15. Souvenirs

Mitbringsel aus Schweden sind z. B. Glas, Holzartikel (u. a. Kinderspielzeug), Mode und anderes Textiles, Küchenutensilien und bestimmte Lebensmittel (z. B. Kaffee, Käse, Knäckebrot oder rot-weiße Zuckerstangen aus Gränna). Auch einige praktische Dinge wie Werkzeuge, Autozubehör und Bettdecken (sie sind in Schweden 10 cm länger als in Deutschland) können interessant sein. Wen die Sehnsucht nach Schwedischem erst nach der Rückkehr packt, der kann mittlerweile auch viele schwedische Produkte in Deutschland einkaufen, auch schwedische Mode.

Und schließlich: „When in Rome, do as the Romans do“

Tut also das, was die Einheimischen tun. Nehmt z. B. die öffentlichen Personenfähren in den Schären von Göteborg und in den Schären von Stockholm und nicht die kommerziellen Ausflugsboote. So seht Ihr mehr vom schwedischen Alltag und bekommt vielleicht sogar Kontakt zu Schweden.