Schwedenurlaub ohne Auto – So geht’s

Schweden ist riesig, das drittgrößte Land im westlichen Europa, nach Frankreich und Spanien. In vielen Teilen dieses 1.600 km langen Landes gibt es so gut wie keinen öffentlichen Nahverkehr (mehr). Das trifft vor allem auf Mittel- und Nordschweden zu. Hier ist man weitgehend auf das Auto angewiesen. Wie in Amerika. Das gilt vor allem im Sommer, wenn die Schulen geschlossen haben und deshalb noch weniger Busse fahren als sonst.

Die drei Metropolen

Während der Service auf dem entvölkerten Land immer schlechter geworden ist, hat sich die Infrastruktur in den Städten deutlich verbessert. In den Ballungsgebieten Stockholm, Göteborg und Malmö ist es überhaupt kein Problem, drei Wochen Urlaub ohne Auto zu machen, auch im Sommer.

Deshalb müsst Ihr nicht auf Naturerlebnisse verzichten. In Stockholm liegen die fantastischen Schären vor der Tür, und einen Nationalstadtpark findet Ihr mitten im Zentrum.

In Göteborg kann man ebenfalls mit öffentlichen Personenfähren von Schäreninsel zu Schäreninsel hüpfen.

Und von Malmö gelangt Ihr mit Zug und Bus z. B. nach Landskrona (und von dort per Fähre weiter auf die schöne Insel Ven) oder nach Falsterbo ans Meer. Dafür benötigt Ihr nicht einmal einen Mietwagen.

Anreise per Flug

Ihr müsst nur erst einmal an Euer Ziel kommen, was aber im Falle von Stockholm und Göteborg kein Problem ist. Ihr fliegt nach Stockholm Arlanda bzw. Göteborg Landvetter.

Flüge nach Malmö sind seltener – eher fliegt man nach Kopenhagen und nimmt dann den Zug über die Öresundbrücke. Alternativ könnt Ihr von Hamburg oder Berlin mit dem Zug nach Malmö fahren.

In alle drei Städte fahren übrigens auch Fernbusse aus Deutschland (FlixBus und Eurolines/Touring).

Andere Ziele, die per Flug gut zu erreichen sind

Wollt Ihr Schweden ohne Auto erleben, aber nicht in eine der drei Metropolen reisen? Dann könnt Ihr z. B. nach Göteborg fliegen und von dort per Bus nach Jönköping fahren (FlixBus und Swebus). Von Jönköping steht Euch der ganze Norden von Småland offen.

Fliegt Ihr nach Arlanda, könnt Ihr auch nach Uppsala fahren und Euch dort einquartieren. Ich habe hier einmal einen ganzen Sommer ohne Auto verbracht und keine Langeweile gehabt. Es fahren z. B. spottbillige Zubringerbusse nach Kappellskär zu den Fähren nach Åland – ein herrlicher Tagesausflug auf See (Viking Line).

Noch eine Idee, wenn Ihr gern wandert: Fliegt mit der Ryanair nach Skavsta (bei Nyköping), dann könnt Ihr gleich loswandern. Vor der Ankunftshalle beginnt der 1.000 km lange Wanderweg Sörmlandsleden. Auch für dieses Vergnügen braucht Ihr kein Auto.

Link-Tipp: Fahrpläne und Fahrkarten für ganz Schweden

Wenn Ihr Euch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Schweden bewegen wollt, könnt Ihr einmal hier hereinschauen: reseplanerare.resrobot.se/index.html

In diesem „Reiseroboter“ kann man Verbindungen aller Art heraussuchen und sich auf einer Karte anzeigen lassen. Das geht sogar auf deutsch. Fahrkarten kann man auf der Website auch kaufen, allerdings nur auf englisch.

Wenn Ihr hier Abfahrtsort und Zielort eingebt, gelangt Ihr automatisch zum „Reiseroboter“:

Unterkunft buchen

Wenn Ihr Euren Flug oder Eure Bahnreise bestellt habt, könnt Ihr bei uns alle Arten von Unterkünften buchen:

Ein Ferienhausurlaub ohne Auto ist nicht empfehlenswert. Viele Häuser sind so abgelegen, dass man da nur mit dem Auto hinkommt. Überdies braucht Ihr z. B. Bettwäsche, Handtücher und andere Dinge für das Ferienhaus – das ist mit Rucksack oder Koffer kaum zu bewältigen.

Wenn Ihr Euch mit der Unterkunft nicht festlegen wollt

Eure Unterkunft braucht Ihr in der Regel nicht ewig im Voraus zu buchen. Unter fast jedem unserer Artikel findet Ihr Buchungslinks für das jeweilige Reiseziel. Wenn Ihr am Vorabend für den nächsten Tag bucht, ist das meist ausreichend. Ohne Buchung würde ich es in der Hochsaison nicht riskieren, vor allem wenn man kein Auto dabei hat, in dem man zur Not schlafen kann.

Die Links gehen zu Booking.com, wo Ihr einfach, sicher und preiswert buchen könnt. Wir nutzen diese Möglichkeit selber auf unseren Reisen durch Schweden – schon seit fast zehn Jahren.