Im Süden der Halbinsel Gålö in den Stockholmer Schären betrieb das schwedische Militär im Zweiten Weltkrieg eine geheime Versuchsstation. Hier wurde vier Jahre lang eine Waffe entwickelt, mit der man feindliche U-Boote und Minen entdecken wollte. Die Waffe waren Seehunde. Bis zu zwanzig von ihnen versahen hier ihren „Dienst“.

Auch dieses Kapitel schwedischer Militärgeschichte wird nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit diesem Sommer kann man die Seehundstation besuchen. Auf Schautafeln werden Besucher über das beklemmende Projekt informiert.

Da die Anlage damals bewusst an einer abgelegenen Stelle in den Schären gebaut wurde, ist sie nur über einen Pfad erreichbar. An der Seehundstation gibt es weder Café noch WC, allerdings zwei Trockentoiletten vom Typ „utedass“ (Plumpsklo).

Die damals gebauten Hütten der Anlage wurden renoviert und können nun gemietet werden.

Da die Hütten bewohnt sein können, werden Besucher der Seehundstation gebeten, Rücksicht zu nehmen. Gruppen können den Platz nur nach Voranmeldung besuchen.

Die Halbinsel Gålö gehört zur Gemeinde Haninge südlich von Stockholm. Fast die gesamte Halbinsel ist Naturreservat.

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Seehunde im Kriegsdienst - Die Insel Gålö in den Stockholmer Schären

Seehunde im Kriegsdienst - Die Insel Gålö in den Stockholmer Schären

Quelle: Skärgårdsstiftelsen i Stockholms län; die Seehundbilder stammen aus einem Film der Seehundstation von 1943 und wurden von Kristina Andersson nachkoloriert; Bild unten: Anna Kilian