Lessebo Handpappersbruk – handgeschöpftes Büttenpapier wie vor 300 Jahren

Büttenpapier-Herstellung Schritt für Schritt

Lessebo Hanpappersbruk

Mitten im Glasreich von Småland und unweit von Kosta liegt Lessebo. In dem Ort gibt es ein Industrieunternehmen mit über 300jähriger Tradition: Lessebo Handpappersbruk. In der „Handpapierfabrik“ wird seit 1693 Büttenpapier hergestellt, das Papier also von Hand geschöpft. Da man alle Stationen der Papierherstellung verfolgen kann, ist der Besuch der kleinen Fabrik auch für Kinder spannend.

Die Herstellung in der Papierfabrik Lessebo Handpappersbruk geschieht heute immer noch nach etwa dem gleichen Prinzip wie vor 300 Jahren. Das Unternehmen stellt heute eine der wenigen noch bestehenden und in Betrieb befindlichen Büttenpapierfabriken Europas dar.

Lessebo Handpappersbruk

Büttenpapier mit Elch-Wasserzeichen

Im Eingangsbereich der Fabrik steht zu lesen: „Erleben Sie die traditionelle Kunst der Papierherstellung!“ Schließen Sie sich dafür am besten einer der Führungen an, die von Juni bis August regelmäßig stattfinden, auch auf deutsch.

Seit 2013 hat das Unternehmen im Südosten von Småland neue Eigentümer. Produktion, Verkauf und Führungen gehen weiter wie gehabt.

Mehr Infos

www.lessebopapper.se

Peppes Konditorei in Lessebo

Wenn man nach dem Besuch der Papierfabrik eine Kleinigkeit essen will, empfehlen wir die Konditorei „Peppes Konditori“ im Ortskern von Lessebo. Die Bäckerei hat einen für ländliche Verhältnisse hohen Standard. Sie ist leicht zu finden, weil sie an der Durchfahrtsstraße liegt: Storgatan 64.

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Lessebo Hanpappersbruk

Büttenpapier-Herstellung Schritt für Schritt

Den Gang durch die kleine Fabrik beginnt man in der Holländerei. Hier wird der Rohstoff (Flachs und Baumwolle) durch Mahlen bearbeitet, das dem späteren Papier seine Spezialeigenschaften verleiht. Leim für die Tintenfestigkeit und Farbe für die Nuancierung werden beigemischt. Der fertige Papierfaserbrei wird Ganzzeug genannt:

Lessebo Handpappersbruk

Eine Treppe tiefer geschieht die eigentliche Papierherstellung. Unter Beimischung von Wasser wird der Papierfaserbrei vom Vorratstrog zum Auffangen von Verunreinigungen über einen Sandfang geleitet und danach der „Bütte“ zugeführt (die Bütte ist ein flaches, wannenförmiges Gefäß). Jetzt entstehen die Papierbögen. Das Formsieb wird in die Bütte getaucht und nimmt dabei genau die richtige Menge Faserbrei auf:

Lessebo Handpappersbruk

Lessebo Handpappersbruk

Lessebo Handpappersbruk

Der geformte Papierbogen wird anschließend auf einen Filz gelegt:

Lessebo Handpappersbruk

Nach Fertigung einer bestimmten Anzahl Bögen wird der ganze Posten zum Entwässern gepresst. Danach können die Bögen von den Filzen (Legung) getrennt werden:

Lessebo Handpappersbruk

In der Trockenpartie wird das feuchte Papier getrocknet:

Lessebo Handpappersbruk

Danach ist das Papier zum Glätten bereit. Dies geschieht im so genannten Plattenglättwerk, wobei die Bögen zwischen Zinkplatten gelegt und gewalzt werden:

Lessebo Handpappersbruk

Bei der Nachbehandlung im oberen Stockwerk der Fabrik wird das Papier untersucht/sortiert und gerissen, und hier geschieht auch die Herstellung von Umschlägen und Verpackungen. Das Büttenpapier ist jetzt verkaufsbereit:

Lessebo Handpappersbruk

Lessebo Hanpappersbruk

Lessebo Hanpappersbruk

Lessebo Hanpappersbruk

Lessebo Hanpappersbruk

Auch König und Königin waren schon hier

Lessebo Hanpappersbruk