Die Insel Tjörn
Auch hier auf Tjörn gibt es eine "folkhögskola", die früher einmal
Schwedischkurse für Ausländer angeboten hat. Einen wunderschönen Juli lang durfte ich hier
Schwedisch lernen. Gleichzeitig machten uns die Lehrer mit der Kultur und Natur Tjörns und
Bohusläns vertraut. Besonders empfehlenswert sind folgende Sehenswürdigkeiten:
- das Fischerdorf Skärhamn an Tjörns Westküste, das mittlerweile ein
erstaunliches Aquarellmuseum bekommen hat
- die kleine Insel Klädesholmen, zu der man über eine kurze Brücke
gelangt — nahezu jede Familie auf der Insel hatte früher einmal ihre
eigene Fischkonserven-Fabrik (heute gibt es ein kleines Museum dazu)
- der gemütliche Hafen Rönnäng im Südwesten der Insel, von dem man
einen grandiosen Blick auf das Inselchen Åstol hat, das im Sommer von
vielen Touristen besucht wird (auch wegen einer weithin bekannten Fischräucherei)
- im nördlichen Teil von Tjörns Westküste das malerische Dörfchen Kyrkesund,
wo sich im Sommer unzählige Segelboote und Motorboote durch den engen Sund schieben
- wenn man schließlich die Insel über die Tjörn-Brücke verlässt, kommt man zunächst an
Stenungsbaden vorbei, einem populären Hotel und Restaurant mit Meeresblick,
und dann gelangt man nach Stenungsund, wo es einen Yachthafen, Restaurants und
vielfältige Einkaufsmöglichkeiten gibt
Das Unglück mit der ersten Tjörn-Brücke
Oft erzählt wird das Unglück mit der ersten Tjörn-Brücke. Es geschah im Januar
1980. Damals hat ein Frachter im Nebel die Fahrrinne unter der Brücke nicht
getroffen. Der Frachter fuhr viel zu sehr seitlich und damit genau in
die Bogenkonstruktion der Brücke hinein. Die Brücke (von Krupp aus Deutschland) kam
zum Einsturz und landete teilweise auf dem Frachter.
Es dauerte auf Tjörn-Seite rund eine Dreiviertelstunde, bis die Zufahrt zur Brücke
abgesperrt werden konnte. Im Nebel sind deshalb noch sieben Autos auf die Rampe gefahren und
ins Meer gestürzt. Insgesamt hat es acht Tote gegeben.
Eine Haveriekommission gab niemandem die Schuld für das Unglück. Es gab viele mögliche Ursachen:
Nebel, Dunkelheit, Eis, die enge Passage, die Bogenkonstruktion der Brücke und noch einige weitere
Faktoren.
Die neue Tjörn-Brücke wurde 1981 eröffnet. Sie hat eine größere Spannweite und eine andere
Konstruktion, so dass sich das Unglück nicht wiederholen kann.
Tipp: Direkt an der Brücke (auf Tjörn-Seite) gibt es einen Parkplatz mit Kiosk.
Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Brücke und auf das Meer — eine großartige
Picknick-Stelle, die im Sommer gern und viel von Touristen besucht wird. Hier entstanden auch
unsere Fotos.

Einsturz der ersten Tjörn-Brücke (Bild: Raphael Saulus)
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Mehr Bilder vom Einsturz der Tjörn-Brücke ...
... gibt es bei Göteborgs-Posten .
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