Lödöse, das alte Göteborg – Dramatisches Mittelalter im Lödöse Museum

Lödöse ist Göteborgs erster Vorgänger. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Lödöse mehrmals vom Feuer heimgesucht und wieder neu aufgebaut. Was die Stadt am Fluss Göta älv endgültig zerstört hat, war aber nicht Feuer, sondern Wasser. Genauer gesagt: das Fehlen von Wasser. Lödöse war nämlich ursprünglich eine Hafenstadt, Schwedens einzige an der Westküste. Durch die Landhebung im Mittelalter (wie in Söderköping) und norwegisch-dänische Zölle bei der Festung Bohus verlor der Hafen und damit der Ort an Bedeutung.

In der Folge wurde die Bevölkerung umgesiedelt. Unter anderem entstand ein neues Lödöse (“Nya Lödöse”) an der Stelle, an der heute der Göteborger Stadtteil Gamlestaden liegt. Die Kirche Nylöse kyrka zeugt dort noch immer davon.

Große Bedeutung im Mittelalter

Lödöse (“Gamla Lödöse”) war eine der größten mittelalterlichen Städte Schwedens. Im 14. Jahrhundert hatte sie rund 2.000 Einwohner. Damit war Lödöse vielleicht sogar Schwedens größte Stadt.

Pilgerzentrum

Gleichzeitig war Lödöse eine internationale Handelsstadt. Die Hanse war am Im- und Export beteiligt und hatte eine Filiale in der Stadt. Im Hafen stiegen Pilger aus ganz Europa von Bord, die weiter nach Trondheim (Nidarosdom), Skara oder Vadstena wandern wollten.

Lödöse Museum

In einem modernen Museum, gelegen bei Lilla Edet 40 km nordöstlich von Göteborg, erzählen Kaufleute, Pilger, Ritter, Könige und Königinnen (schwedische wie norwegische) über das Leben in der Stadt Lödöse.

Bei Ausgrabungen auf dem Gebiet des alten Lödöse hat man 500.000 Gegenstände gefunden. Ein Teil davon ist im Museum zu sehen.

Das Museum liegt knapp nördlich von dem Platz, wo früher Lödöse war und der nun zu einem Drittel ausgegraben ist. Zwei Drittel von Lödöse liegen aber noch immer im Boden verborgen und warten darauf, ausgegraben zu werden.

Café und Laden

Das Museum hat ein Café und einen Laden (Bücher, Dekoration, mittelalterliche Souvenirs). Hinter dem Museum gibt es einen mittelalterlichen Kräutergarten und große Rasenflächen, wo Kinder gern spielen dürfen.

Der Eintritt ist frei (Stand: Juni 2018).

Lödöseleden

Zwischen der Masthuggskyrkan in Göteborg und dem Lödöse Museum gibt es einen Pilgerweg mit zusammen zehn Stationen. Hat man acht besucht und dabei acht Stempel gesammelt, kann man eine Urkunde erhalten, dass man den Weg gelaufen ist.

Vom Lödöse Museum abführend werden zwei weitere Pilgerwege angeboten: einer nach Norden bis nach Vänersborg und einer nach Osten bis nach Nossebro und weiter nach Skara.

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Die Stadt war auf einer Insel angelegt – oben im Bild der Fluss Göta älv, rechts und links jeweils ein größerer Bach