Bier aus Deutschland – leider hatten sie unsere Lieblingssorten nicht da (Bitburger war alle)

Es ist mal wieder Fußball-WM. Da muss ein anständiges deutsches Bier her. Doch in Schweden ist es bekanntlich nicht so leicht, gutes Bier zu bekommen. Dann holen wir uns das Pils eben aus Deutschland, beschlossen wir.

Ich nahm die Vogelfluglinie zum Bierholen: einmal nach Puttgarden und zurück. Unterm Strich standen 850 km Autofahrt. Nach 17 Stunden war ich wieder zu Hause in Göteborg. Eine Umweltsünde. Aber nun sind wir für die WM gerüstet.

Schwedens besondere Alkoholpolitik hat zur Folge, dass man Vollbier nur in staatlichen Monopolgeschäften kaufen kann. Das Bier kostet in diesen Geschäften von “Systembolaget” knapp dreirmal so viel wie in Deutschland.

Schlimmer noch ist, dass die Biere bei Systembolaget oft nicht original deutsch sind, sondern “Exportqualität” haben. Vielleicht kann uns mal ein deutscher Brauer erklären, was genau mit diesen Bieren passiert – uns jedenfalls schmecken sie anders, als wenn wir sie in Deutschland kaufen.

So verlief unsere Einkaufsfahrt

Hallandsåsen

6.00 Uhr: Abfahrt in Göteborg, an Bord Butterbrote und eine dicke Thermoskanne. Über die E6 geht es nach Süden. Hier passieren wir den Bergrücken vom Hallandsåsen.

Fähre Helisingborg - Helsingör

8.10 Uhr: Rauf auf die Fähre in Helisingborg und rüber nach Helsingör. Der Hupfer dauert nur 20 Minuten.

Fähre Helisingborg - Helsingör

Auf der Fähre Helisingborg – Helsingör

Fähre Helisingborg - Helsingör

Letzter Blick zurück nach Helsingborg

Fähre Helisingborg - Helsingör

8.30 Uhr: Ankunft in Helsingör

Auf der E47 durch Dänemark

Auf der E47 durch Dänemark, hier im Bild die Brücke nach Falster

Im Hafen von Rødby

10.40 Uhr: Im Hafen von Rødby

Fähre nach Puttgarden

11.00 Uhr: Rauf auf die Fähre nach Puttgarden, und los geht’s nach Fehmarn. Dort Ankunft um 11.45 Uhr. In Burg auf Fehmarn bin ich um 12.00 Uhr. Dann dreieinhalb Stunden einkaufen bei Lidl, aldi und bei Calle, einem dänischen Supermarkt mit breitestem Wein- und Spirituosen-Sortiment – das dänische und schwedische Bier von Calle mögen wir aber nicht.

Stau in Puttgarden

15.40 Uhr: Stau in Puttgarden bei der Rückfahrt. Eine Fähre ist ausgefallen oder auf der Werft. Statt alle 30 Minuten fahren die Fähren heute nur alle 40 Minuten. Die nächsten zwei Fähren sind schon voll. So komme ich erst um 17.20 Uhr weg statt um 16.00 Uhr. Viel Zeit verloren.

Fähre Puttgarden

17.15 Uhr: Endlich rauf auf die Fähre nach Rødby. Um 18.10 Uhr wieder in Dänemark.

Falster

Ich verlasse Falster

Helsingborg

20.20 Uhr: Abfahrt in Helsingör. Nach 20 Minuten Überfahrt und den immer kritischen Blicken der schwedischen Zöllner bin ich wieder zurück in Schweden. Das Bild zeigt einen Blick auf Helsingborg von der Fähre aus.

Halland

Fahrt durch Halland. Wegen Totalsperrung der Autobahn bei Halmstad und langer Umleitung bin ich erst um 23.00 Uhr zu Hause. Ohne Stau an der Fähre und ohne gesperrte Autobahn hätte ich auch um 21.00 Uhr zurück sein können

Manche fahren sogar mit Anhängern und Kleinlastern

In Burg auf Fehmarn sprachen übrigens viele Kunden in den Geschäften dänisch oder schwedisch. Die Schweden waren wohl angereist, um für Mittsommer einzukaufen.

Manche Schweden fahren sogar mit Anhängern und Kleinlastern nach Fehmarn. Sie nehmen dann nachmittags dasselbe schwedische Bier mit nach Hause, das morgens dicke Lastwagen aus Schweden nach Fehmarn gekarrt haben. Ein völliger Wahnsinn also.

Praktische Einkaufstipps

Wer Einkaufstipps für Bier, Wein und anderen Alkohol sucht, findet sie bei uns unter www.schwedentipps.se/bier-wein-alkohol/

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