Seit diesem Montag scheint klar zu sein, wohin Kirunas Reise geht. Die Stadt – die ganze Innenstadt – soll rund vier Kilometer nach Osten verschoben werden, inklusive Kirche und Rathaus. Alle Gebäude, die demontierbar sind, sollen mit umziehen. Andere wird man neu bauen müssen. In zwei Jahren sollen die ersten Häuser bezugsfertig sein, wenn alles nach Plan läuft.

Der Grund für den Umzug ist der Erzabbau, den das Unternehmen LKAB in Kiruna betreibt. Der Erzabbau bewirkt Erdverschiebungen, die für die Gebäude am heutigen Standort der Stadt Einsturzgefahr oder sogar Versinken bedeuten können.

LKAB hat allerdings auf den neuen Umzugsvorschlag mit Skepsis reagiert. In 70 bis 100 Jahren könne das nun ausgesuchte Gebiet Tuolla ebenfalls von den Folgen des Erzabbaus betroffen sein. Kiruna müsse dann bereit sein, ein zweites Mal umzuziehen.

Der ursprüngliche Vorschlag sah vor, Kiruna nach Nordwesten zu verschieben, in die Nähe von Luossa.

Der Umzug in Lappland wird vom Unternehmen LKAB getragen. Ursprünglich war von 12,5 Milliarden SEK Umzugskosten die Rede, aber diese Summe galt für den nordwestlichen Vorschlag und ist auch schon einige Jahre alt. Selbst wenn die Summe hoch scheint, so wird sie immer noch billiger sein als die Kosten einer wahrscheinlichen Katastrophe, wenn Kiruna nicht umzieht.


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Bild: Erzabbau in Kiruna, ein Luftbild aus dem Jahr 2008 (Bild: LKAB)

Update 2016-06-06

Über den Umzug gibt es nun einen schönen und informativen Film: