Schwedenurlaub auf eigene Faust – Individuell und flexibel reisen

Schwedenurlaub auf eigene Faust

Wer aus dem deutschsprachigen Raum kommt und in Schweden Urlaub macht, tut dies in der Regel auf eigene Faust. Für Schweden gibt es kaum Pauschalreisen, von einigen Jugendfahrten, Busreisen und Kreuzfahrten abgesehen. Der typische Schwedenurlauber aus Deutschland ist Individualreisender und hat sich seine Reise selbst zusammengestellt.

Die schwedische Tourismusbranche würde das gern ändern, denn sie will ihre “Pakete” verkaufen, die Unterbringung, Verpflegung (am liebsten 3-Gänge-Menüs) und Aktivitäten enthalten. Die meisten deutschen Schwedenurlauber kaufen aber ungern Pakete. Wollt auch Ihr lieber flexibel sein und je nach Lust und Wetter entscheiden? Dann geben wir Euch hier einige Tipps für einen Schwedenurlaub auf eigene Faust.

Anreise

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der Anreise. Man kann mit dem eigenen Auto nach Schweden fahren (per Fähre oder über die Brücken), oder man fliegt nach Schweden und leiht sich dort einen Mietwagen.

Ohne Auto ist es leider schwierig. Außerhalb der drei Metropolen Stockholm, Göteborg und Malmö braucht man ein Auto, wenn man etwas vom Land sehen will – vor allem im Sommer, wenn der öffentliche Nahverkehr wegen der Schulferien noch sparsamer als sonst ist.

Alternativ kann man mit Fernbus oder Zug nach Schweden kommen. Diese Möglichkeiten nutzen bislang jedoch nicht viele Schwedenurlauber. Dank FlixBus und neuer Bahnangebote wird sich das aber in den nächsten Jahren ändern.

Unterbringung

Günstige Varianten wie Couchsurfing oder Homestays sind außerhalb der drei Metropolen sehr selten. Der Großteil deutscher Schwedenurlauber bucht entweder Hotel, Ferienhaus oder Camping. Zu den preiswerteren Hotel-Kategorien zählen Hostels und B&Bs.

Wenn man eine Autotour macht und ganz flexibel sein will, reicht es, wenn man jeweils am Vorabend die Bleibe für die nächste Nacht bucht. Ganz ohne Buchung würde ich es nicht versuchen. Wenn man Pech hat und alles ist belegt, darf man sonst eine Nacht im Auto verbringen. Das gilt vor allem für die drei Metropolen und für die Küstenregionen – im Inland ist die Lage entspannter.

Wer so kurzfristig bucht, hat den Vorteil, dass er auf das Wetter reagieren kann. Ist z. B. das Wetter an der Westküste schlecht, kann man seine Route an der Ostküste wählen. Im Sommer 2016 haben das manche Schwedenurlauber so gemacht, als wir eine derartige Wetterlage stabil über einige Wochen hatten.

Unter fast jedem Artikel in unserem Reiseführer findet Ihr Buchungslinks für das jeweilige Reiseziel. Die Links gehen zu Booking.com, wo Ihr einfach, sicher und preiswert buchen könnt. Wir nutzen diese Möglichkeit selber auf unseren Reisen durch Schweden – schon seit über zehn Jahren.

Verpflegung

Macht Ihr einen Hotelurlaub, empfehle ich Euch, mittags warm zu essen – das Tagesgericht “dagens” oder “dagens rätt” ist meist bis 14 Uhr erhältlich. Mittags ist das Essengehen deutlich preiswerter als abends. Abends kann man sich dann mit kleinen Snacks behelfen.

Schwedenurlaub auf eigene Faust

Wer Selbstversorger im Ferienhaus oder auf einem Campingplatz ist, sollte unsere Tipps zu Lebensmitteln und Lebensmittelpreisen lesen.

Vor Ort: Aktivitäten und Ausflüge

Wollt Ihr an Eurem Urlaubsort kurzfristig an Aktivitäten teilnehmen? Dann fahrt die örtliche Touristeninformation an und fragt, ob es für den nächsten Tag Ausflüge, Wanderungen oder Führungen gibt. Größere touristische Anbieter haben manchmal auch “Drop in” – man kommt einfach vorbei und wählt Aktivitäten je nach Wetter und Angebot.

Leider schließen jedoch immer mehr Touristeninformationen. Sie werden oft durch “Info Points” ersetzt, die Ihr in Läden und Hotels findet. Sie sollten Euch ebenfalls helfen können – vielleicht nicht ganz so kompetent, wie Ihr es von einer Touristeninformation her kennt.

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