Hering in Schweden
Der eingelegte Hering gehört in Schweden zum Smörgåsbord und zum weihnachtlichen Julbord. Vor allem um Mittsommer
herum werden Unmengen an Hering konsumiert, gern mit neuen Kartoffeln (die mit Schale gegessen
werden), frischem Dill, fein gehackten Zwiebeln, "gräddfil" (saure Sahne) und
reichlich Bier und Aquavit.
Ein Großteil des schwedischen Herings wird an der Westküste produziert. Vor allem auf der
kleinen Insel Klädesholmen in Bohuslän wird noch immer viel Hering eingelegt. Hier kann man manchmal sogar
bei der Herstellung dabei sein und dann im Fabrikverkauf gleich nebenan seine Lieblingssorten
mitnehmen.
"Sillens Dag", der Tag des Herings
An "Sillens Dag", dem Tag des Herings Anfang Juni gibt es auf Klädesholmen sogar die
Möglichkeit, einen eingelegten Hering selbst zu komponieren. Ich habe das mal gemacht, wie unsere
Bilder zeigen. Leider haben die Profis nur den Kopf geschüttelt, als ich nicht nur Kräuter und
Gewürze, sondern auch noch zwei verschiedene Sorten Hering im Glas gemischt habe (Matjeshering und
eingelegter Hering). Mir hat die Komposition einige Wochen später an Mittsommer dennoch
geschmeckt.
Seit dem Ende des 16. Jahrhundert hat sich alle hundert Jahre an der Westküste eine Periode mit
sehr viel Hering eingestellt ("sillperiod"). Sie hat jedesmal zu Zuständen geführt, die man vom
Goldrausch in Amerika her kennt. Die letzte Periode reichte bis 1906. Eigentlich wäre nun wieder
eine solche Periode fällig.
Weitere Infos: www.kladesholmenseafood.se .
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Hering des Jahres 2010: Senf und Malt Whisky (Bild: Klädesholmen Seafood AB)

Hering des Jahres 2011: Porree und schwarzer Pfeffer

Mein selbst hergestellter Hering
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