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Mit dem Hund nach Schweden

Mit dem Hund in Schweden Urlaub machen

Laut dem GfK Consumer Scan aus dem Jahr 2010 gibt es in Deutschland knapp 15 Millionen Haushalte, in denen mindestens ein Haustier lebt. Davon leben alleine in 4,9 Millionen Haushalten Hunde, die von allen Tieren am reisefreudigsten sind.

Zwar gestaltet sich die Anreise nach Schweden in Begleitung eines Tieres aufgrund der überschaubaren Reisestrecke relativ problemlos, trotzdem ist eine gewissenhafte Planung unerlässlich, um einen gelungenen Urlaub mit dem eigenen Vierbeiner zu verbringen.

Haustiere sind in Schweden sehr gern gesehen

Schweden kann zu Recht als ein tierfreundliches Land beschrieben werden. Zum 1. Januar 2012 wurden zudem die Einreisebestimmungen für Haustiere stark erleichtert. Seitdem ist es beispielsweise nicht mehr erforderlich, einen ausreichenden Schutz gegen Bandwürmer nachzuweisen, und auch ein Tollwut-Antikörper-Test ist keine verpflichtende Maßnahme mehr. Damit finden Tierliebhaber nicht nur ideale Bedingungen für einen Urlaub mit dem eigenen Vierbeiner, sondern auch die Einreise wird deutlich erleichtert.

Urlaubsplanung und Unterkunftswahl — wie wird der Schwedenurlaub tiergerecht?

Wer sein Haustier mit nach Schweden nehmen möchte, sollte vorher einige wichtige Überlegungen anstellen. Die Wahl der Unterkunft sollte dabei von Beginn an auf das Haustier abgestimmt werden. Gerade wenn der Urlaub im Hotel verbracht werden soll, sollte sichergestellt werden, dass Tiere in der gewünschten Unterkunft überhaupt erlaubt sind.

Alternativ kann man auch nach einer entsprechenden Pension oder einem Bed&Breakfast suchen. Dort ist die Atmosphäre im Regelfall eher familiär, und Haustiere fühlen sich in einer solchen Umgebung besonders wohl.

Eine noch bessere Lösung stellt die Anmietung eines Ferienhauses dar. In einem Ferienhaus kann sich das Haustier freier bewegen, als es in einem Hotel- oder Pensionszimmer möglich ist. Die Familie hat in einem Ferienhaus weiterhin genug Privatsphäre, und der Alltag kann ähnlich wie zu Hause und damit wie gewohnt ablaufen.

Als weitere Möglichkeit bietet sich ein Campingurlaub an, der besonders viele Freiheiten in Bezug auf Tagesablauf und Freizeitgestaltung mit Tier eröffnet – insbesondere wenn man mit einem Wohnmobil unterwegs ist.

Die wichtigsten Aspekte zur Wahl der Unterkunft im Überblick:

  • Im Vorfeld anfragen, ob Haustiere in der gewählten Unterkunft (Hotel, Ferienhaus, Pension, B&B) erlaubt sind
  • Ferienhäuser eignen sich in vielen Fällen am besten

Einreisebestimmungen für Haustiere in Schweden

Als EU-Land hat Schweden seine Einreisebestimmungen für Tiere an der Verordnung [EG] Nr. 998/2003 orientiert. Demnach muss jedes Tier eindeutig identifizierbar sein. Seit dem 3. Juli 2011 muss eine neue Kennzeichnung bei Jungtieren bzw. bisher noch nicht gekennzeichneten Tieren dabei immer über einen entsprechenden Mikrochip erfolgen. Ist ein Tier bereits durch eine gültige Tätowierung identifizierbar, ist auch diese jedoch weiterhin ausreichend, soweit sie nachweislich vor dem 3. Juli 2011 vorgenommen wurde.

Überdies ist ein EU-Heimtierausweis, in dem die wichtigsten Informationen zum Tier sowie die vorhandenen Impfungen eingetragen werden, Pflichtdokument bei der Einreise nach Schweden. Im Ausweis verzeichnet werden muss in jedem Fall eine gültige Tollwutimpfung, die spätestens 21 Tage vor Reiseantritt zu erfolgen hat.

Mit der Identifizierung, dem EU-Heimtierausweis und der darin nachgewiesenen gültigen Tollwutimpfung sowie einer Zollanmeldung bei Grenzübertritt sind alle wichtigen Einreisebestimmungen für Haustiere erfüllt.

Die Bestimmungen im Überblick:

  • Eindeutige Identifikation des Haustiers per Mikrochip
  • EU-Heimtierausweis
  • Gültige Tollwutimpfung bzw. Nachimpfung spätestens 21 Tage vor Reiseantritt (die 21-Tage-Frist entfällt bei einer Auffrischungsimpfung, wenn sie innerhalb der Gültigkeitsdauer der vorherigen Impfung erfolgt)
  • Zollanmeldung (Meldung beim schwedischen Zoll bei der Einreise)

Für Jungtiere gelten besondere Regeln: Da Jungtiere frühestens ab einem Alter von drei Monaten gegen Tollwut geimpft werden sollen und sie frühestens drei Wochen nach erfolgter Tollwutimpfung eingeführt werden dürfen, ist eine Einreise erst ab einem Alter von ungefähr vier Monaten möglich. 

Welche Veränderungen bringen die neuen Einreisebestimmungen?

Zum 1. Januar 2012 hat Schweden die Einreisebedingungen für Haustiere stark vereinfacht. Vor diesem Stichtag waren zusätzlich zu den bereits genannten Bestimmungen ein Tollwut-Antikörpertest sowie eine Behandlung des Tieres gegen Bandwürmer erforderlich. Diese Schritte sind nun nicht mehr nötig, was die Einreise erheblich vereinfacht.

Das Auswärtige Amt empfiehlt die Entwurmung sowie eine Impfung gegen Hundestaupe und Leptospirose trotzdem. Auch wenn diese nicht mehr zwingend erforderlich sind, sollten Tierfreunde hier auf Nummer sicher gehen, um den tierischen Freund rundherum zu schützen. Auf einen Tollwut-Antikörpertest kann man hingegen tatsächlich komplett verzichten.

Die wichtigsten Fakten zu den Vereinfachungen im Überblick:

  • Tollwut-Antikörpertest ist seit Anfang 2012 nicht mehr verpflichtend
  • Auf eine Entwurmung bestehen die Behörden bei der Einreise nicht mehr
  • Auswärtiges Amt empfiehlt Entwurmung und Impfungen gegen Hundestaupe sowie Leptospirose

Was gehört in das Reisegepäck des Hundes?

Wer seinen Hund mit nach Schweden in den Urlaub nehmen möchte, sollte vor Abreise auch für den Vierbeiner entsprechendes Reisegepäck zusammenstellen. Dazu gehören in jedem Fall vertraute Gegenstände aus dem Alltag des Tieres wie das Körbchen oder die Hundedecke und ein Lieblingsspielzeug, damit sich der Hund auch am Urlaubsort wohl fühlt. Des Weiteren sind auch Halsband und Leine unverzichtbare Reisebegleiter.

Vertrautes Futter und frisches Wasser für die Reise sowie ein paar Leckereien für zwischendurch runden das Hundegepäck ab. Sollte das Tier zudem auf bestimmte Medikamente angewiesen sein, sind auch diese unbedingt in ausreichender Menge mitzuführen.

Das notwendige Reisegepäck im Überblick:

  • Hundekorb und/oder Schlafdecke als vertrauter Gegenstand
  • Hundespielzeug
  • Halsband und Leine
  • Vertrautes Futter
  • Frisches Wasser für die Reise
  • Eventuelle Medikamente für das Tier
  • Plastikbeutel für die Beseitigung von Hundekot

Reise und Transport — was gilt es zu beachten?

Die Anreise nach Schweden setzt eine gewissenhafte Planung voraus, gerade wenn das Haustier Frauchen und Herrchen in die Ferien begleiten soll. Neben der Frage, wie sich die Anreise für Mensch und Tier am angenehmsten gestalten lässt, sollte vor allem ein sicherer Transport des Vierbeiners im Vordergrund stehen.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Reise mit dem Hund nach Schweden?

Die Anreise nach Schweden kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Bei einigen Varianten ist allerdings eine Fahrt durch Dänemark unumgänglich.

Grundsätzlich bietet sich von Deutschland aus die Anreise mit dem Auto an, gerade wenn das Haustier mit verreist. Dabei besteht die Möglichkeit, eine der bekannten Fährlinien zu nutzen, die z. B. zwischen Travemünde und Trelleborg (TT-Linie) bzw. zwischen Puttgarden und Rødby auf der Insel Lolland (Vogelfluglinie) pendeln.

Die Anreise lässt sich durch eine Fahrt über die Große-Belt-Brücke (zwischen den dänischen Inseln Fünen und Seeland) und die Öresundbrücke (zwischen Kopenhagen und Malmö) auch komplett mit dem Auto bestreiten.

Wer lieber fliegen möchte, findet zahlreiche Fluglinien, die von deutschen Flughäfen vor allem nach Stockholm und Göteborg fliegen.

Einige Anreisemöglichkeiten im Überblick:

  • Die TT-Linie von Travemünde nach Trelleborg (Fähre)
  • Die Vogelfluglinie von Puttgarden nach Rødby (Fähre)
  • Die Stena-Line-Verbindungen von Kiel nach Göteborg und von Rostock bzw. Saßnitz nach Travemünde (Fähre)
  • Die Große-Belt-Brücke und Öresundbrücke (Auto)
  • Flugreisen (Flugzeug)

Wie kann ein Hund transportiert werden?

Grundsätzlich stellt eine Anreise mit dem Auto die angenehmste und tierfreundlichste Alternative dar, da eine Flugreise oft mit enormem Stress für den Hund verbunden ist. Ob die Anreise dabei komplett mit dem Auto bestritten wird oder die Überfahrtmöglichkeiten der bekannten Fährlinien genutzt werden, macht dabei keinen großen Unterschied aus.

Wer seinen Hund im Auto mitführen möchte, muss für eine entsprechende Sicherung des Tieres sorgen. Nach §22 und 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO) sind Hunde im Auto ausreichend zu sichern, damit die Konzentration sowie das Hör- und Sehvermögen des Fahrers nicht beeinträchtigt werden.

Kleine Tiere können dabei problemlos auf der Rücksitzbank in einer Transportbox mitgeführt oder durch entsprechende Anschnallvorrichtungen gesichert werden.

Größere Hunde sollten hingegen durch ein geeignetes Gitter, das sich bei einer Urlaubsreise mit viel Gepäck grundsätzlich anbietet, abgesichert im Kofferraum mitreisen.

Im Flugzeug wird der Transport etwas komplizierter und auch deutlich teurer. Sehr kleine Hunde bis ca. 6 Kilo können in einer entsprechenden Box als Handgepäck unter dem Sitz mitreisen. Größere Hunde müssen hingegen in speziellen Transportkisten im Gepäckraum mitreisen, was nicht selten großen Stress bei den Tieren auslöst.

Was sollte man zwingend dabei haben?

Wenn der eigene Hund im Pkw transportiert wird, sollte man stets frisches Wasser dabei haben, weil das Tier gerade bei längeren Fahrten viel Flüssigkeit benötigt. Für den notwendigen Auslauf bei Zwischenstopps und Pausen, die regelmäßig eingeplant werden sollten, ist eine Leine für einen sicheren Auslauf zudem unerlässlich.

Bei einer Flugreise sollte ebenfalls für eine ausreichende Versorgung mit Wasser und je nach Länge des Fluges auch mit Futter gesorgt werden. Geeignete Transportboxen verfügen hierfür über entsprechende Vorrichtungen.

Muss der Urlaub mit dem Hund an die Autoversicherung gemeldet werden?

Wird der eigene Hund im Auto ausreichend gesichert, kann auch er vom vorhandenen Versicherungsschutz der Autoversicherung profitieren, und ein Transport des Hundes muss der Versicherung nicht zwangsläufig gemeldet werden. Sollte der Hund jedoch aufgrund mangelnder Sicherheit Sicht und Gehör des Fahrers beeinträchtigen und so zu einem Unfall beitragen, kann die Kaskoversicherung aufgrund grober Fahrlässigkeit die Leistung für Schäden am eigenen Auto kürzen. Einige Kaskoversicherungen schließen die grobe Fahrlässigkeit in Bezug auf Hunde jedoch in den Versicherungsschutz ein. Daher lohnt sich vor Reiseantritt in jedem Fall ein genauerer Blick auf die Bedingungen der eigenen Kfz Versicherung.

Da Schweden innerhalb der EU liegt, ist eine spezielle Meldung bezüglich der geplanten Fahrt an die Kfz-Versicherung nicht nötig. Zum Nachweis der Versicherung wird jedoch das Mitführen der grünen Versichertenkarte empfohlen, die man im Vorfeld bei der zuständigen Versicherung anfordern kann und die die Abwicklung im Falle eines Unfalls enorm erleichtert.

Haustier-Knigge in Schweden — was sollte man beachten?

In Schweden gelten zusätzlich zu den Einreisebestimmungen bestimmte Regelungen in Bezug auf das Halten eines Hundes. Zwischen dem 1. März und dem 20. August besteht Leinenzwang für Hunde in Wäldern und auf Feldern. Diese Regelung wurde zum Schutz der Wildtiere und ihres Nachwuchses eingeführt. Auch auf Campingplätzen und in Städten herrscht in der Regel Leinenzwang. Überdies müssen Hinterlassenschaften der Tiere selbst entfernt werden. Wer ein Restaurant aufsuchen möchte, sollte zudem vorher telefonisch die Erkundigung einholen, ob der Hund als Gast ebenfalls gerne gesehen ist.

Die wichtigsten Fakten des Haustier-Knigges in Schweden im Überblick:

  • Zwischen 1. März und 20. August Leinenzwang auf Wald- und Feldwegen (auch außerhalb dieser Zeit ist es meist üblich, dass Hunde in der freien Natur angeleint sind)
  • Leinenpflicht in Städten und auf Campingplätzen
  • An Stränden und Badestellen sind Hunde oft nicht erlaubt
  • Hundekot muss vom Halter entsorgt werden
  • Bei Restaurantbesuchen im Vorfeld klären, ob Hunde erwünscht sind
  • Bei privaten Einladungen vorher fragen, ob jemand in der Familie des Gastgebers eine Hundeallergie hat

Fazit

Grundsätzlich stellt ein Urlaub mit dem eigenen Haustier in Schweden kein Problem dar. In der Regel sind Hunde in Schweden gern gesehene Gäste, sofern man sich als Hundehalter an bestimmte Regeln hält. Nichtsdestotrotz ist eine gewissenhafte Planung, angefangen bei der Wahl der Unterkunft bis hin zur Anreise und der Sicherung des Tieres im gewählten Transportmittel, unerlässlich, damit der Urlaub auch für das Tier so angenehm und erholsam wie möglich wird.

Redaktioneller Hinweis

Dieser Artikel stammt von der Kfz-Redaktion des Vergleichsportals KfzVersicherungen.org. Das Vergleichsportal gehört zur Aslander & Fromeyer Vergleichsportale GmbH. Hier  gelangen Sie direkt zum Portal.

Anmerkungen zum nebenstehenden Artikel

Die im nebenstehenden Artikel beschriebenen Bestimmungen gelten analog auch für Katzen und Frettchen.

Die Regeln gelten für maximal fünf Tiere je Person.

Für Handelstiere gelten andere Bestimmungen. (Handelstiere sind Tiere, die nach der Einfuhr nach Schweden verkauft werden oder den Besitzer wechseln sollen.)

 

Quellen und weiterführende Links

Hier kommen Links zum schwedischen Landwirtschaftsministerium und zum schwedischen Zoll.

Auf den Seiten der beiden Ämter finden Sie den offiziellen Wortlaut der aktuellen Bestimmungen, teilweise jedoch nur auf englisch:

www.jordbruksverket.se/.../
einfuhrvonhundenkatzen
undfrettchen.html
 

www.tullverket.se/en/.../
petdogsandcats.html
 

www.tullverket.se/.../
Travelling+with+dogs+and+cats.pdf
 

 

 

 

Mit dem Hund nach Schweden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildnachweise

Bild Kinder mit Hund:
© Piotr Wawrzyniuk — Fotolia.com

Bild Hunde am Strand:
© kasto — Fotolia.com

Bild Hund im Auto:
© fer77 — Fotolia.com

Alle anderen Bilder: Silke Nordfjäll