Camping 2021: Schweden am billigsten in Europa laut ADAC

Camping in Schweden: Kosten und Preisniveau in der Hochsaison

PiNCAMP, das Campingportal des ADAC, hat im April 2021 das Preisniveau auf 5.500 Campingplätzen in elf europäischen Ländern verglichen. Dabei schneidet Schweden am besten ab. Siehe dazu die Grafik oben.

Mit durchschnittlich 34,35 Euro pro Übernachtung im Wohnwagen bzw. Caravan für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem zehnjährigen Kind in der Hochsaison liegt Schweden knapp unter Deutschland (35,43 Euro) und ganze 20 Euro unter Italien und der Schweiz.

Im Vergleichspreis enthalten sind der Wohnmobil-oder Caravanstandplatz sowie die wichtigsten obligatorischen Nebenkosten wie Strom, warme Duschen und Kurtaxe.

Bei der Erhebung hat man ausschließlich Campingplätze mit mindestens drei Sternen in der ADAC-Bewertung sowie mit 75 und mehr Stellplätzen berücksichtigt. Die niedrigen Preise in Schweden machen die Zusatzkosten für die Fähre wett, meint VisitSweden DE.

PiNCAMP schreibt allerings auch: “Bei diesen Vergleichen muss auch auf die Ausstattung und Qualität der Campingplätze geachtet werden. […] In Deutschland ist das Ausstattungsniveau der Campingplätze deutlich höher als zum Beispiel in Schweden.”

Kosten und Preisniveau in der Hochsaison – Unsere eigenen Erfahrungen

Wenn man in Schweden mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs ist, muss man unserer Erfahrung nach auf Campingplätzen mit 250 bis 450 SEK pro Nacht rechnen (Stand 2021). Diese Preisspanne gilt für die Sommer-Hochsaison, also von Mitte Juni bis Mitte August. 

Meeresnähe kostet mehr

Es gibt aber auch populäre Campingplätze in Meeresnähe, die mehr nehmen – vor allem in Bohuslän, das wegen der norwegischen Touristen teurer ist. Diese Campingplätze verlangen in der Hochsaison bis zu 550 SEK pro Nacht für einen Stellplatz mit ca. 100 m², inkl. Strom, Wasser, Abwasser, TV, warmer Dusche, Zugang zu Pool und Aktivitäten.

Unsere Göteborger Zeitung GP hat für eine Woche Womo/Wohnwagen inkl. Strom an der Westküste während der Hochsaison Preise von 1.358 SEK (Trellebystrands familjecamping, Lysekil) bis 4.440 SEK (Apelviken, Varberg) ermittelt. Diese Zahlen stammen allerdings aus dem Jahr 2017 und dürften heute ca. 15% höher liegen.

Je nördlicher, desto billiger

Für die Sommersaison gilt in der Regel: Je weiter weg man vom Meer kommt und je weiter man nach Norden fährt, desto billiger wird es.

Drei Beispiele aus der Hochsaison (Stand 2021):

  • Ingestrands Camping in Arvika (Värmland): ca. 320 SEK/Nacht inkl. Strom
  • Spilhammars Camping in Mariannelund (Småland): ca. SEK 330 inkl. Strom
  • Breviks Camping am Vättern: ca. 300 SEK inkl. Strom

Das ist weniger als auf den beliebten Plätzen in Bohuslän oder auf Öland.

Unabhängige Campingplätze sind oft billiger als solche, die dem schwedischen Camping-Verband SCR angeschlossen sind. Letztere haben oft einen insgesamt höheren Standard.

Campingkarte ist Pflicht

Auf den Campingplätzen, die dem SCR angeschlossen sind, wird überdies die Camping Key Europe verlangt (digitale Campingkarte). Daneben gibt es auch “freie” Campingplätze, bei denen die CKE nicht benötigt wird.

Zelten kostet weniger

Ist man zu zweit mit dem Zelt unterwegs, zahlt man in der Regel deutlich weniger für einen Platz. Meist liegen die Preise zwischen 150 und 220 SEK für eine Nacht in der Hochsaison.


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Wer (noch) keinen eigenen Camper hat, kann sich seinen schwedischen Outdoor-Traum mit einem Mietmobil erfüllen. Mietstationen liegen in Stockholm, Göteborg und Jönköping:

Mehr Infos: Wohnmobil in Schweden mieten – Mit Rundum-Service – Kleine Wohnmobile, große Wohnmobile


Grafik: PiNCAMP; Quelle für den ersten Teil des Artikels: VisitSweden DE, PiNCAMP, ADAC