Spargel aus Schweden
In manchen Gegenden Südschwedens wird Spargel angebaut, grüner Spargel. Bei uns in der Nähe von
Göteborg gibt es mehrere Spargelbauern in einer Region, die Skaraborg heißt. Wir haben Mia Jonson
in Lilla Labäck bei Lidköping besucht.
Mia hat einen Familienbetrieb, der nach Bio- und Öko-Prinzipien arbeitet (schwedisch "KRAV"):
kein Kunstdünger, keine chemischen Pflanzenschutzmittel.
Neben Zuckererbsen, Tomaten, Gurken und Rhabarber hat Mia vor allem Spargel im Angebot. In den
Monaten Mai und Juni produziert sie rund 100 Kilo Spargel am Tag. Der meiste Spargel wird über
einen großen ICA-Lebensmittelmarkt in Lidköping verkauft. Vieles geht auch an Restaurants in der
Umgebung. Überdies kann man den Spargel bei Mia direkt im Hofladen kaufen.

Rhabarber von Mias Hof: Im Bild die TV-Köchin und
Kochbloggerin Monika Ahlberg
Nicht ohne Risiko
Manchmal gibt es den ersten Spargel bei Mia schon Ende April. Dann aber ist die Gefahr groß,
dass Frostnächste Anfang Mai Ernteausfälle und finanzielle Einbußen bedeuten. Spargel in Schweden
anzubauen ist nicht ohne Risiko. Es gehört viel Liebe und Idealismus dazu — und auch harte
Arbeit und viel Geduld, denn bis eine Pflanze den vollen Ertrag liefert, vergehen fünf Jahre.
Lilla Labäck liegt "på slätten", also auf einer für den Norden Västergötlands typischen Ebene. In der Tat sieht man von Mias Hof keinen
Hügel weit und breit.
Den Spargel fanden wir übrigens richtig lecker, obwohl wir aus Deutschland ja meist nur weißen
Spargel gewohnt sind. Mias grüner Spargel war frisch, saftig, überraschend
dick und kein bisschen holzig — Schälen war überflüssig.
Der Preis? Ungefähr doppelt so viel, wie man zur gleichen Zeit in Deutschland für weißen Spargel
ähnlicher Qualität gezahlt hätte.
Mehr Infos: www.lillalaback.se .
Lilla Labäck liegt in einer Region mit dem Schloss Läckö und
dem Fischerhafen Spiken.
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