Åmål am Vänern

Åmål

Åmål liegt an der E45 und am Vänern. Wenn man in Örnäs im Osten der Stadt über den Vänern blickt, sieht man kein Land am Horizont. Der Vänern ist mehr als nur ein großer See, er ist ein richtiges Binnenmeer. Und dabei überschaut man hier nur den westlichen Teil des Vänern – der östliche ist noch einmal doppelt so groß. Kein Wunder also, dass Baden, Segeln und Motorbootfahren ganz oben auf der Liste der Sommeraktivitäten steht. In der Stadt gibt es daher Camping (Örnäs Camping, ganzjährig geöffnet), Badeplätze (z. B. Örnäsbadet) und einen großen Gästehafen (gegenüber der Touristeninformation, mit Wohnmobilstellplätzen).

9.000 Einwohner zählt Åmål im Zentralort und insgesamt 12.000 in der Gemeinde. Damit ist Åmål die mit Abstand größte Stadt in Dalsland.

Åmål ist aber nicht Dalslands “Hauptstadt”. Das ist Bengtsfors. Dort sind nämlich einige Behörden des Bezirks Västra Götalands län und die touristische Vermarktung von Dalsland angesiedelt. Warum dafür nicht die viel größere Stadt Åmål gewählt wurde, weiß ich leider nicht. Vielleicht, weil Åmål Randlage hat und Bengtsfors mittendrin in Dalsland liegt.

Altstadt “Gamla Staden”

Wie Ihr auf meinen Bildern sehen könnt, hat Åmål eine nette Altstadt mit Holzhäusern. Ich fand diesen Teil der Stadt sehr gemütlich. Einige der Gebäude stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind denkmalgeschützt.

Im Café Kupén habe ich sehr lecker und preiswert Lunch gegessen (Södra Ågatan 11, www.cafekupen.se, SEK 89, Stand März 2021). Es gab ein wundervolles Salatbuffet und sogar einen frischen Kuchen zum Kaffee. Man kann da auch draußen sitzen.

Was es sonst noch gibt

Überdies hat die Stadt am Vänern

  • einen großen Spielplatz: Örnäs Lekpark im Örnäsparken
  • eine Schwimmhalle mit Spieleland: Åmåls simhall
  • einen Golfplatz: Forsbacka
  • eine Trabrennbahn: Åmålstravet
  • und sogar ein kleines Skigebiet: Åmåls Skicenter

Wie ein Kinofilm das Image der Stadt veränderte

1998 kam ein Jugendfilm in die Kinos, der die Stadt plötzlich berühmt machte – zunächst in Nordeuropa, danach weltweit. Der Film heißt im Original “Fucking Åmål” und stammt von Lukas Moodysson. Beim internationalen Titel allerdings waren die Macher nicht so mutig. Man wählte den etwas zahnlosen Titel “Show Me Love” und in Deutschland “Raus aus Åmål”.

Der Film ist einerseits eine Liebesgeschichte zweier 16-jähriger Mädchen, Elin und Agnes. Andererseits handelt “Fucking Åmål” von der Sehnsucht nach einem anderen Leben und von der Tristesse dieser Kleinstadt, die für Jugendliche nicht viel zu bieten hat.

Eigentlich also nicht besonders schmeichelhaft für Åmål. Aber man kann ja etwas Negatives in etwas Positives wenden. Wenn man heute in der Stadt spazieren geht, sieht man viele “Fucking Åmål”-Souvenirs. In der Touristeninformation gibt es z. B. T-Shirts in allen Farben, Formen und Größen.

Der Film wurde allerdings nicht in Åmål gedreht, sondern in Westschwedens “Hollywood”, in Trollhättan. Auch die jugendlichen Schauspieler kamen alle aus Trollhättan.

“Fucking Åmål” ist zugleich ein herrliches Beispiel dafür, wie man mit wenig Geld, unbekannten Schauspielern (Laien) und einem bis dato unbekannten Regisseur einen großartigen Film machen kann. Die jungen Hauptdarstellerinnen bekamen beide den schwedischen Filmpreis “Guldbaggen” für die beste weibliche Hauptrolle des Jahres.

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Vågmästaregården aus dem Jahr 1714 – da das Haus ein Schieferdach hat, blieb es im großen Brand 1777 verschont (Vågmästaregården 1/Mellanbrogatan 2)

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Ausblick vom Kungsberget – der kleine Aussichtsberg liegt in der Innenstadt