|

Deutsches Bier in Schweden, hier von Lidl. Beides sind
Leichtbiere.
Bier, Wein und andere alkoholische Getränke in Schweden
Alkoholische Getränke mit Ausnahme von Leichtbier werden in Schweden nur im
Monopolgeschäft Systembolaget verkauft. Überdies sind sie hoch besteuert und daher im Vergleich zu
anderen europäischen Ländern teuer. Getränkemärkte gibt es in Schweden nicht.
|
Umsätze von Systembolaget schlägt alle Rekorde ...
Nach deutlichen Rückgängen Anfang dieses Jahrzehnts nehmen die Umsätze
von Systembolaget wieder zu. Zwar fahren die Schweden immer noch zum Hamstern nach Deutschland oder
Polen, aber sie kaufen auch zu Hause wieder mehr ein. Offenbar wandeln sich die Gewohnheiten.
Früher tranken die Schweden oft nur am Wochenende, dann manchmal auch
viel zu viel. Nun setzt sich eine "kontinentale Alkohol-Gewohnheit" durch: jeden Tag ein wenig.
Wodka als Dankeschön
Wenn man im Urlaub unterwegs ist, kann eine Flasche Wodka aus dem Kofferraum oft
Wunder tun. Allerdings sollte man damit diskret und vorsichtig sein, auch
weil nicht wenige Schweden Abstinenzler sind. Mehr dazu bei uns im Reise-Knigge
unter Alkohol in Schweden.
Je weiter man in Schweden nach Norden kommt, desto höher steht eine Flasche Wodka im Kurs,
selbst eine 5-Euro-Flasche von Aldi.
Was viele Schweden übrigens auch mögen, ist Jägermeister.
Aktuelle Preise
für Alkohol
in Schweden ...
... erhält man auf der Website von Systembolaget .
Bierprobe
Mehr zum Thema Bier in Schweden lesen Sie hier. Wir haben fünf Biere aus dem Sortiment von
Systembolaget getestet.
|
Bier
Vollbier gibt es nur im Systembolaget und kostet ungefähr dreimal so viel wie in
Deutschland. Deshalb sollte man Bier aus Deutschland mitnehmen, wenn man dazu die
Möglichkeit hat.
Dosenbier kannn man pfandfrei z. B. vom citti-Markt in Kiel oder
Lübeck mitnehmen. Dafür muss man allerdings eine schwedischsprachige Exporterklärung
ausfüllen, in der man eine schwedische Adresse und Personennummer angeben muss. Insofern ist dieser
Tipp in erster Linie für deutsche Auswanderer interessant. Wir sind unsicher, ob ein Fährticket vom
selben Abend auch schon als Nachweis darüber ausreicht, dass das Bier für den Export
gekauft wird. Übrigens hat real vor einigen Jahen Dosenbier ebenfalls pfandfrei für den Export
verkauft, in Flensburg. Ob das heute noch so ist, wissen wir nicht. Rufen Sie am besten bei citti
oder real an und fragen Sie, wie die aktuellen Bedingungen sind.
Alternativ kann man PET-Flaschen mitnehmen (z. B. von
Lidl, die in Norddeutschland PET-Flaschen auch auf 24er-Palette verkaufen). Für die PET-Flaschen
muss man allerdings 0,25 Euro Pfand zahlen. Selbst wenn man die Flaschen nicht nach
Deutschland zurückbringt, hat man immer noch viel Geld gegenüber einem Einkauf in Schweden gespart,
trotz saftigem Pfand.
Glasflaschen scheiden wegen Gewicht und Volumen aus — es sei denn,
man ist mit einem LKW unterwegs ...

Bier-Tipps
Tipp 1: Wenn man Bier vor allem als Durstlöscher trinken will, gibt es
passables Bier mit 3,5 oder 2,8 % vol. auch in normalen schwedischen Lebensmittelgeschäften. Lidl
hat hier z. B. Grafenwalder (3,5 % vol.) und Nobelaner (2,8 % vol.), die beide einen eher deutschen
Pilsgeschmack haben und verhältnismässig preiswert sind (SEK 7 bzw. SEK 2,70 für die Dose mit
0,5 l, Stand November 2009). Schwedische Biere dagegen tendieren mehr in Richtung süß und
hoher Alkoholgehalt, auch wenn es einige passable lokale Biere gibt.
Tipp 2: 5-l-Partyfässchen kann man auch gut mitnehmen, wenn man wenig Platz
hat. Allerdings sollte man da schon mit mindestens drei Erwachsenen unterwegs sein. Ein solches
Fass wil nämlich innerhalb von zwei bis drei Stunden ausgetrunken sein, sonst schmeckt das
Bier schal. Das Bier hält sich übrigens deutlich frischer, wenn man nach jedem Zapfen
die Entlüftung auf der Fassoberseite wieder zudreht (bei einigen Fässchen geht das leider nicht, da
muss man einen Korken oder ein Taschentuch hineinstopfen).
|
Wein
Einige exzellente Weine sind hier im Systembolaget sogar billiger als in
Deutschland.
Für die untere und mittlere Preiskategorie gilt allerdings, dass die Preise in Deutschland
deutlich niedriger sind.

Wein-Tipp
Wenn man lange im Urlaub unterwegs ist, empfiehlt es sich, Schläuche (Bag-in-Box) aus
Deutschland mitzunehmen. Sie gibt es meist mit zwei, drei oder fünf Litern. Manche Getränkehändler
in Deutschland haben neuerdings auch 1,5-Liter-Schläuche im Sortiment. Überdies gibt es
1-l-Tetra-Packs, aber die sind oft von zweifelhafter Qualität.
Ein J.P. Chenet Cabernet-Syrah, 3 l Bag-in-Box, kostet in Schweden SEK 194 (Juni 2009), also
ungefähr das Doppelte vom deutschen Preis.
|