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Vasa-Museum
Das Vasa-Museum auf Djurgården, unweit von Skansen und Nordiska Museet

Das Kriegsschiff Vasa:
Vom Fiasko zum Welterfolg —
Ein Besuch im Vasa-Museum, Stockholm

Im Jahr 2009 freute sich das Vasa-Museum in Stockholm über 1,2 Millionen Besucher. Damit zählt das Museum heute zu einer der größten Touristenattraktionen der Welt. Das Kriegsschiff Vasa hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Was 1628 mit einem Fiasko begann, dem Untergang auf der Jungfernfahrt, erweist sich heute als Welterfolg. Lange Schlangen vor dem Vasa-Museum sind keine Seltenheit.

Schlangen vor dem Vasa-Museum

Schlangen vor dem Vasa-Museum

Schlangestehen vor dem Vasa-Museum

Als wir das Museum an einem August-Tag besuchen, müssen wir eine gute halbe Stunde anstehen. Drinnen im weitläufigen Museum verteilen sich die Menschenmengen jedoch. Gedränge gibt es nicht. Die Vasa kann man gut aus allen möglichen Winkeln betrachten, von unten, von der Seite und von oben.

Das Fotografieren der Vasa ist jedoch nicht leicht, es sei denn man hat eine Profiausrüstung mit sehr starkem Blitz. Im Museum ist es dunkel, und das Schiff und die Abstände zum Schiff sind groß. Mit einer kleinen Kompaktkamera tut man sich da schwer.

Die Vasa sollte Schwedens ganzer Stolz werden

Bau der Vasa

1628 flossen rund vier Prozent des schwedischen Bruttonationalprodukts in dieses Kriegsschiff. Die Werft in Stockholm war damals Schwedens größter Arbeitsplatz. Das Schiff sollte Schwedens ganzer Stolz werden. Dann sank es bei der Jungfernfahrt im Hafen.

Vasa-Untergang 

Hätte der dänische Kapitän die unteren Kanonluken nicht öffnen lassen, wäre wohl nichts passiert. Dann hätte das Schiff die Schären erreicht und dort Ladung, Ballast und 300 Soldaten an Bord genommen. Dadurch hätte es wahrscheinlich genügend Stabilität gewonnen. Für den Verlust der Vasa wurde damals übrigens niemand angeklagt.

Vasa-Bergung nach 333 Jahren

1961 wurde das Schiff geborgen, nach genau 333 Jahren. Bei der Restaurierung des Schiffs konnten zu 95 Prozent Originalteile verwendet werden.

Bei meinem ersten Besuch im Vasa-Museum im Jahr 1991 war es wegen sehr hoher Luftfeuchtigkeit und Wärme im Museum recht ungemütlich. Ich glaube, ich war damals nach zwanzig Minuten wieder draußen — länger hielt ich es in der "Regenwald-Luft" nicht aus (die hohe Luftfeuchtigkeit war zur Konservierung der Vasa nötig). Heute jedoch ist das Klima im Museum völlig erträglich.

Wer Interesse und Zeit hat, kann im Museum viele Stunden zubringen und sich über den Bau und den Untergang, die Bergung und die Erhaltung der Vasa informieren. Gleichzeitig erhält man spannende Einblicke in das Schweden des frühen 17. Jahrhunderts. Dazu gibt es Filme, Führungen, Modelle und Computersimulationen.

Untergang der Vasa

Untergang der Vasa

Vasa-Souvenirs im Vasa-Shop

Alle nur erdenklichen Souvenirs rund um die Vasa findet man im großen Shop auf der Ebene 4 des Museums. Im Museum gibt es außerdem ein Selbstbedienungs-Restaurant, das belegte Baguettes, Kuchen und warme Speisen anbietet. Die Außenterrasse des Restaurants ist teilweise überdacht, so dass man im Sommer auch bei Regen draußen sitzen kann.

Eintrittspreise, Öffnungszeiten und weitere Infos finden sich auf der Website des Vasa-Museums

Das Modell der Vasa

Auf der Ebene 4 des Museums gibt es ein Modell der Vasa im Maßstab 1:10.

Vasa-Modell

Vasa-Modell

Vasa-Modell

 

 

Vasa

Vasa

 

Die Vasa im Vasa-Museum Stockholm