Aufrunden und Abrunden
in schwedischen Geschäften
In Schweden geht man sehr pragmatisch mit den kleinen Münzen um. Während es im Euro-Raum noch
ganz kleine Münzen mit 1 und 2 Cent gibt, hat man in Schweden die 50-Öre-Münze und alle anderen
kleineren Münzen abgeschafft. Deshalb werden beim Einkaufen Öre-Beträge von 1 bis 49
abgerundet und Öre-Beträge von 50 bis 99 aufgerundet. Wenn man für SEK 29,76 eingekauft hat,
zahlt man bar also SEK 30. Bei Kartenzahlung allerdings wird der exakte Betrag abgebucht.
Der Vorteil des schwedischen Pragmatismus: Weniger Kleingeld in der Hosentasche und in der
Ladenkasse erleichtert die Handhabung von Bargeld.
Überdies waren die kleinen Münzen im Verhältnis zu ihrem Nennwert sehr teuer in der Herstellung.
Die Reichsbank spart also mit dieser Regelung.
Die Euro-Volksabstimmung
Im September 2003 gab es in Schweden eine Volksabstimmung zur Einführung des Euro. Es stimmten
rund 56 Prozent der an den Wahlurnen erschienenen Bürger gegen die Einführung des Euro, 42 Prozent
für dessen Einführung. Die Wahlbeteiligung war sehr hoch, sie betrug fast 83 Prozent.
Hauptargument der Gegner war vor allem, dass bei Einführung des Euro Schweden keine Möglichkeit
mehr für Abwertungen hätte. So fiele ein Instrument weg, mit dem man der schwedischen Wirtschaft in
der Vergangenheit gelegentlich zu mehr Konkurrenzkraft verholfen hatte. Neben diesem rationalen
Argument spielte auch eine Vielzahl von gefühlsmäßigen Faktoren eine Rolle.
Die neue Euro-Diskussion
In Schweden flammt die Diskussion um den Euro immer wieder mal auf. Alle
Verantwortlichen, u. a. Außenminister Carl Bildt, betonen jedoch, dass eine erneute
Volksabstimmung nicht aktuell ist. Es wird also einen langsamen und behutsamen Prozess bis zu einer
möglichen neuen Volksabstimmung geben.
Viel hängt auch von den Dänen ab. Sollten sie sich bald für den Euro entscheiden, wird die
Stimmung in Schweden für den Euro freundlicher.
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Älteste Zentralbank der Welt
Die Schwedische Reichsbank (Sveriges Riksbank) ist die Zentralnotenbank Schwedens. Sie
wacht über die schwedische Währung und die Geldwertstabilität. Ihr Sitz ist Stockholm.

Gegründet wurde die Bank schon 1668. Damit gilt sie als die älteste Zentralbank der Welt.
Allerdings war sie bis 1904 eher eine normale Geschäftsbank. Erst dann bekam sie das alleinige
Recht zur Herausgabe von Banknoten und Münzen.
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