Marinemuseum in Karlskrona
Das Marinemuseum in Karlskrona gehört zu den drei zentralen Museen des Museumsnetzwerks
Schwedens militärhistorisches Erbe. Das
Museum befasst sich mit der marinen Geschichte Schwedens. Es liegt östlich von Karlskronas
Innenstadt auf der Insel Stumholmen. Hier war noch bis in die 90er Jahre hinein ein
militärisches Sperrgebiet, das Ausländer nicht betreten durften.
Weltkulturerbe
Heute gehört Stumholmen mit zu Unescos Weltkulturerbe
"Kriegsmarinestadt Karlskrona" ("Örlogsstaden Karlskrona"). Karlskrona gilt als ein herausragendes
Beispiel einer seeseitig befestigten Stadtanlage aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Unterwassertunnel und Aktivitätszimmer für Kinder
Das Marinemuseum auf Stumholmen enthält u. a. eine Galionshalle, eine Modellkammer und am Kai
natürlich zahlreiche Museumsschiffe. Es gibt Ausstellungen zum Tauchen, zum Leben an Bord und zum
Kalten Krieg im Ostsee-Raum. Von einem Unterwassertunnel aus kann man Modelle, Bilder, Texte,
archäologische Funde und sogar Wrackteile eines 300 Jahre alten Linienschiffes sehen.
Für Kinder gibt es ein Aktivitätszimmer mit marinen Spielen, Basteleien und Wettbewerben.
Restaurant und Badeplatz
Die Insel Stumholmen ist autofrei, es gibt aber Behindertenparkplätze direkt am Museum. Kinder
bis einschließlich 18 Jahre haben ganzjährig freien Eintritt. Das Museum hat ein Restaurant mit
Blick auf die historische Umgebung und die Museumsschiffe. Im Sommer kann man draußen sitzen.
Im Osten der Insel gibt es auch einen kinderfreundlichen Badeplatz.
Weitere Infos
Öffnungszeiten, Veranstaltungskalender, aktuelle Informationen und Eintrittspreise finden sich
auf www.marinmuseum.se .
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(Illustration: HMXW-arkitekter)
HMS Neptun, ein schwedisches U-Boot aus dem Kalten Krieg
Das Marinemuseum arbeitet zur Zeit einem ehrgeizigen und weltweit einzigartigen Projekt. Es ist
eine neue Museumshalle geplant, in der zwei schwedische U-Boote ausgestellt werden sollen. Eines
ist die HMS Neptun, ein schwedisches U-Boot aus der Zeit des Kalten Krieges.
Die HMS Neptun ist knapp 50 Meter lang und 6 Meter breit, wiegt 1.150 Tonnen und hatte eine
Besatzung von 19 Mann. Das U-Boot soll nicht nur zum Ansehen ausgestellt werden, es soll auch
begehbar gemacht werden.
Spannende Geschichte
Das U-Boot spielte in den Tagen nach dem 28. Oktober 1981 eine wichtige Rolle, als das
sowjetische U-Boot U 137 vor Blekinge auf Grund gelaufen war. Die HMS Neptun hinderte einen
sowjetischen Schlepper daran, die U 137 zu befreien.
Die U-Boot-Halle soll 2014 fertig sein.
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