Gamla Stan, die Stockholmer Altstadt
Wer zum ersten Mal nach Stockholm kommt, sollte in jedem Fall Gamla Stan besuchen. Gamla Stan
ist gewissermaßen die Urzelle Stockholms. Von hier aus breitete sich die Stadt aus. Heute verbindet
Gamla Stan den nördlichen Stadtteil Norrmalm mit dem südlichen Stadtteil Södermalm (zu dem Gamla
Stan verwaltungstechnisch gehört). Die Insel, auf der Gamla Stan liegt, heißt übrigens
"Stadsholmen", auch wenn man den Namen in Straßenkarten selten verzeichnet findet.
Bedeutende Gebäude

In Gamla Stan liegen bedeutende Gebäude wie das Königliche
Schloss, die Deutsche Kirche und die Storkyrkan (in der am 19. Juni 2010 Kronprinzessin
Victoria und Daniel Westling heirateten).
Viele Touristen verbinden mit der Stockholmer Altstadt jedoch eher die engen Gassen, die vielen
in Erdfarben gestrichenen alten Giebelhäuser und die kleinen Plätze mit ihren Cafés, Restaurants,
Galerien und Kunsthandwerksgeschäften.
Gamla Stan ist die Stadt zwischen den Brücken
Gamla Stan erreicht man von Norden — vom Hauptbahnhof Centralen, von den Einkaufsstraßen
rund um Sergels Torg oder vom Kungsträdgården — über mehrere Brücken:
- Strömbron
- Vasabron
- die für Vicotorias Hochzeit renovierte Norrbron (man gelangt dabei über das Inselchen
Helgeandsholmen mit dem Reichstag)
- Riksbron und Stallbron (via Helgeandsholmen)
- Centralbron und Riddarholmsbron (via Riddarholmen)
Nach Södermalm im Süden gelangt man über die Brücken Slussbroarna und Centralbron. Wen wundert
es, dass man im Zusammenhang mit Gamla Stan auch von der "Stadt zwischen den Brücken" spricht
("staden mellan broarna").
Einkaufen in Gamla Stan

Im Sommer besuchen viele Touristen Gamla Stan. Entsprechend viele Souvenir-Läden findet man in
den engen Gassen. Abseits von Schweden-Fähnchen, Plüsch-Elchen, Trollen und Stockholm-T-Shirts
findet man aber auch echtes schwedisches Handwerk: Glaskunst, Porzellan, Gemälde, Zeichnungen,
Tischdecken und Mode (z. B. Gudrun Sjödén in einem herrlichen Haus aus dem
18. Jahrhundert, Stora Nygatan 33).
Cafés und Restaurants in Gamla Stan
Weil der Platz in den engen Gassen von Gamla Stan knapp ist, gibt es vielerorts keine
Außenterrassen, auf denen man im Sommer draußen essen und trinken kann. An warmen Sommertagen
öffnen die Cafés und Restaurants statt dessen ihre großen Fensterfronten.
Sehenswert ist z. B. das feine Restaurant Gyldene Freden auf der Österlånggatan 51. Hier wird
seit 1722 schwedische Hausmannskost serviert. Das Haus gehört heute übrigens der Schwedischen
Akademie (Svenska Akademien), die sich hier im Bellman-Salong des Gyldene Freden jeden
Donnerstagabend zum gemeinsamen Essen trifft und dabei vielleicht über den kommenden
Literaturnobelpreisträger diskutiert.
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Portal der Deutschen Kirche

Ganz schön eng hier — der arme LKW-Fahrer hatte sich an der Deutschen Kirche verfahren und kam
weder links noch rechts herum
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