Strängnäs: Kleinstadtcharme und Schwedens schönste Straße

Eine Stadtwanderung vom Hafenparkplatz hoch zum Dom und zurück

Strängnäs: Kleinstadtcharme und Schwedens schönste Straße

Strängnäs hat mir auf Anhieb gut gefallen. Im Zentrum gibt es eine große Parkplatzfläche (Hafenparkplatz an der Storgatan 38). Der Parkplatz ist leicht zu finden und gratis. Auch Wohnmobile können hier stehen. Wenn man aus dem Auto steigt, hat man schon alles vor sich: den Mälaren, eine Uferpromenade, den Gästehafen, Restaurants und – wendet man den Blick etwas nach oben – eine alte Holländerwindmühle auf der einen und den Dom zu Strängnäs auf der anderen Seite. Man fällt quasi aus dem Auto heraus mitten hinein in ein Bilderbuch.

Ein dynamisches Idyll

Die Kleinstadt in Sörmland war einmal eine Regimentsstadt. Nun aber gibt es kein Militär mehr in Strängnäs. Vom Panzer-Regiment ist nur noch ein Museum für Militärfahrzeuge geblieben. Es heißt Arsenalen (7 km westlich vom Zentrum an der E20, www.arsenalen.se, mit Café).

Nach dem Abzug des Militärs brauchte die Stadt unbedingt neue Arbeitsplätze. Um sie zu schaffen, förderte die Stadtverwaltung vor allem Kleinunternehmer. Auf diese Weise wurde Strängnäs zu einer der unternehmerfreundlichsten Gemeinden Schwedens. So erklärt sich der heutige Slogan der Stadt: “Strängnäs, ein dynamisches Idyll”.

Visholmen

Ich beginne meinen Spaziergang am Hafenparkplatz und bewege mich erst einmal etwas weg vom Zentrum. Hier am Ufer läuft nämlich eine Promenade hinaus zu einer Landzunge mit Minigolf, Spielplatz und Badeplatz. Die kleine Halbinsel heißt Visholmen.

Rasenflächen, ufernahe Holzterrassen und Sandstrand laden zum Picknick ein. Überdies hat man von Visholmen einen guten Panoramablick über den Gästehafen hinweg auf das Zentrum von Strängnäs. Die Halbinsel ist also ein schöner Foto-Spot.

Västerviken

Auf dem Rückweg bleibe ich immer am Ufer, passiere den Hafenparkplatz und gelange zu den bunten Motor- und Segelbooten im Gästehafen. Die Bucht Västerviken bildet hier einen natürlichen Hafen in U-Form.

Um diesen Gästehafen herum ist das Ufer großzügig gepflastert und mit Blumen geschmückt. Es gibt Parkbänke, Restaurants und Cafés – alle mit Blick auf den Gästehafen.

Die Windmühle Strängnäs

Sitzt man hier, sieht man auf einem Hügel rechts vom Hafen ein Wahrzeichen von Strängnäs. Es ist eine imposante rote Windmühle. Sie ist eine Holländerwindmühle mit sechs Flügeln und stammt aus dem Jahr 1855.

Wie ich nach einem kurzen Fußweg feststelle, wird in der Windmühle Handwerk aus der Gegend ausgestellt und verkauft. Leider ist die Aussicht an der Mühle nicht so schön, wie ich mir das gedacht hatte. Trotz der erhöhten Lage versperren fast überall üppige Laubbäume den Blick hinunter auf den Mälaren.

Der Rückweg aber ist herrlich. In der Kvarngatan und der Västerviksgatan liegen nämlich die typischen flachen Holzhäuser, die den Kleinstadtcharme von Strängnäs ausmachen.

Café Grassagården

Am Ende der Västerviksgatan komme ich zu mehreren falunroten Holzhäuschen, die um einen Innenhof herum gruppiert sind. Der älteste Teil der Bebauung stammt noch aus dem 17. Jahrhundert.

Bei gutem Wetter kann man hier draußen sitzen und eine kleine Mahlzeit oder Kaffee und Kuchen (“fika”) genießen. Bei meinem Besuch ist das Wetter allerdings schon seit Wochen viel zu gut – im pittoresken Innenhof hätte ich deshalb den Kuchen mit zahlreichen Wespen teilen müssen. So bin ich lieber drinnen im Café geblieben. Aber auch dort ist es sehr nett.

Das Café heißt Café Grassagården, weil hier eine Familie Grass im 18. Jahrhundert ein Wirtshaus betrieb.

Domkirche

Vom Café mache ich mich zum Dom auf, dem zweiten Wahrzeichen von Strängnäs. Es geht z. T. recht steil bergauf. Durch schmale Gassen gelange ich schließlich durch ein eisernes “Löwentor” zum Dom zu Strängnäs. Der Dom ist eine von 15 Domkirchen, die man in Schweden zählt.

Keine andere Domkirche in Schweden hat wohl so viele mittelalterliche Züge bewahrt wie der Dom zu Strängnäs. Der älteste Teil der Kirche stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Danach wurde kontinuierlich hinzugebaut.

Im Juni 1523 wurde Gustav Vasa in Strängnäs zum König gekrönt. Seine erste Rede als neugewählter König soll er an der nördlichen Langseite des Doms gehalten haben.

Gyllenhjelmsgatan

Auf dem Rückweg vom Dom gehe ich durch das Löwentor und immer die gerade Straße nach Westen hinunter ins Zentrum. Sie heißt Gyllenhjelmsgatan (siehe Bild oben auf dieser Seite). Der Dichter Bo Setterlind nannte sie einmal “Schwedens schönste Straße”. Geht Ihr die Straße hinunter, lohnt also immer wieder, dass Ihr Euch umdreht und zum Dom hochblickt. Links und rechts der Straße liegen überall flache Holzhäuser in unterschiedlichen Farben, die meisten doch im typischen Rot.

Shopping

Erst unten im Zentrum stehen wieder mehrgeschossige Wohnhäuser. Hier befindet sich auch das Viertel mit Lebensmittelgeschäften (ICA, Lidl), Systembolaget, Apotheken, kleinen Fachgeschäften und Cafés. Die Straße heißt Trädgårdsgatan. Von hier zurück zum Hafenparkplatz sind es nur noch rund hundert Meter.

Café-Tipp: Sund Örtagård

15 km nördlich vom Zentrum – noch auf dem Gebiet der Gemeinde Strängnäs – liegt an der Straße 55 ein nettes Café. Es gehört zu einer Gärtnerei mit allerlei ungewöhnlichen Gewächsen und Kräutern. Die Mischung aus Gartenbau, Pflanzenzucht, Souvenirladen und Landcafé ist gelungen. Dazu sind die Eigentümer freundlich, humorvoll und offen. Wenn Ihr also auf dem Weg von Strängnäs nach Enköping seid, könnt Ihr hier Station machen. Grüßt gern von Schwedentipps, wenn Ihr dort seid. (Öffnungszeiten findet Ihr bei Facebook.)

Unsere Seiten über Strängnäs

Mariefred und das Schloss Gripsholm (Mariefred gehört seit 1971 zur Gemeinde Strängnäs)

Mehr Infos

www.strangnas.se/turism


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Strängnäs: Kleinstadtcharme und Schwedens schönste Straße

Blick auf die Stadt von der Halbinsel Visholmen

Strängnäs: Kleinstadtcharme und Schwedens schönste Straße

Visholmen

Strängnäs: Kleinstadtcharme und Schwedens schönste Straße

Västerviken

Strängnäs: Kleinstadtcharme und Schwedens schönste Straße

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Västerviksgatan

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Fiskargränd

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Café Grassagården

Strängnäs: Kleinstadtcharme und Schwedens schönste Straße

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Das Löwentor – die Löwen fehlen leider auf meinem Bild, sie befinden sich im Mauerwerk oberhalb des Eisentors, siehe zwei Bilder weiter oben

Strängnäs: Kleinstadtcharme und Schwedens schönste Straße

Bilder vom Café Sund Örtagård nördlich von Strängnäs

Sund Örtagård, Strängnäs

Sund Örtagård, Strängnäs

Sund Örtagård, Strängnäs